Ärzte ohne Grenzen

Mosambik: ÄRZTE OHNE GRENZEN entsendet Hilfsgüter

Maputo/Genf/Bonn (ots) - Die medizinische Nothilfeorganisation ÄRZTE OHNE GRENZEN sendet heute das zweite Flugzeug mit 34 Tonnen Hilfsgütern nach Mosambik. Es enthält Schlauchboote sowie Material zur Wasserversorgung, Sicherung der Hygiene und zum Aufbau von Cholerazentren. "Unsere größte Sorge ist derzeit der Zugang zu jenen Gruppen der Bevölkerung, die noch immer isoliert sind", erklärt Dr.Thomas Nierle, Einsatzleiter von ÄRZTE OHNE GRENZEN in Genf. "Viele Menschen haben auf den Dächern ihrer Häuser oder auf Bäumen Schutz gesucht, und es fehlen Transportmittel, um sie zu retten", so Nierle. Der Anstieg des Wassers in den Flüssen kann diese Situation noch verschlimmern. Verseuchtes Wasser und mangelnde Hygiene erhöhen das Risiko für Epidemien wie Malaria und Cholera. Mehr als 20 internationale Mitarbeiter von ÄRZTE OHNE GRENZEN sind derzeit in den Provinzen Maputo, Gaza und Inhambane im Einsatz. Sie leisten medizinische Hilfe, verteilen Medikamente und andere Hilfsgüter. Außerdem organisieren sie die Erhebung von epidemiologischen Daten, um Krankheitsausbrüche frühzeitig zu erfassen. In Schulen und Notunterkünften hat Ärzte ohne Grenzen Wasserreservoirs installiert, um die Trinkwasserversorgung zu sichern. Am vergangen Wochenende stieg der Wasserspiegel des Limpopo-Flusses auf über fünf Meter an. Die Stadt Chokwé wurde völlig überschwemmt. Das Team von ÄRZTE OHNE GRENZEN arbeitete bis in die frühen Morgenstunden und konnte 93 Menschen vor dem Ertrinken retten. Die Nothilfeorganisation ÄRZTE OHNE GRENZEN arbeitet seit vielen Jahren in Mosambik. Dabei hat sie Not- und Katastrophenhilfe im gesamten Land geleistet - zuletzt während der großen Choleraepidemien in den Jahren 1998 und 1999. Die Überschwemmungen und der Zyklon Eline haben in mehreren Ländern des südlichen Afrika (Mosambik, Simbabwe und Südafrika) mehr als 800 000 Menschen obdachlos gemacht und bereits mehr als 300 Menschenleben gefordert. Am stärksten betroffen ist Mosambik. Das genaue Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht abzuschätzen, die Situation verschärft sich täglich. Spenden für Mosambik werden erbeten auf das Konto 97 0 97, Sparkasse Bonn, BLZ: 380 500 00, Stichwort: Mosambik ots Originaltext: Ärzte ohne Grenzen Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: Pressestelle,Kattrin Lempp, Tel.: 0228-55 95 00 Original-Content von: Ärzte ohne Grenzen, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: Ärzte ohne Grenzen

Das könnte Sie auch interessieren: