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Börsen-Bericht: Börsen im Bann der Zinspolitik

    Frankfurt am Main (ots) - Die Aktienmärkte standen in dieser Woche
ganz im Bann des Notenbank-Treffens in den USA. Die Marktteilnehmer
hielten sich in dessen Vorfeld stark zurück, zumal die letzten
Konjunkturprognosen immer skeptischer ausgefallen sind. So rechnet
das ifo-Institut für 2001 nur noch mit einem realen Wachstum von 1,2
Prozent in Deutschland. Auf die Zinssenkung um 25 Basispunkte
reagierte der Markt nach anfänglichem Zögern positiv.
    
    Zu den Verlierern dieser Woche zählen vor allem Siemens und
Infineon, aber auch VW, nachdem die Tarifverhandlungen mit der IG
Metall gescheitert waren. Nach BASF in der Vorwoche musste jetzt auch
Bayer eine Gewinnwarnung geben. Nach der Zinsentscheidung in Amerika
wird der Markt sein Augenmerk nun wieder auf die belastende
konjunkturelle Situation richten. Dennoch sollten aufgrund der
latenten Zinssenkungsfantasie in Europa die Börsen eher leicht
freundlich tendieren. Die Commerzbank hält das derzeitige Kursniveau
für attraktiv zum Einstieg. Daher empfiehlt sie für mittelfristige
Anlagen Käufe in Qualitätstiteln wie Allianz Holding, Bayer, E.ON,
Linde, Schering und Siemens.
    
    Der amerikanische Rentenmarkt reagierte enttäuscht auf die
Zinsentscheidung. Viele Experten hatten mit einer Senkung von 50
Basispunkten gerechnet. Besonders bei Geldmarkttiteln zogen die
Renditen wieder an. Nun wird der Ruf in Euroland nach Zinssenkungen
immer lauter, nachdem sich die EZB aufgrund der hohen Preissteigerung
bislang verständlicherweise nicht zu nachhaltigen Zinsschritten
entschließen konnte. Die jüngsten Inflationszahlen lassen jedoch auf
eine deutliche Entspannung an der Preisfront schließen. Damit wird es
für die EZB leichter, die Geldpolitik etwas zu lockern. Dem privaten
Investor empfiehlt die Commerzbank, kurzlaufende Titel, soweit sie
nicht der Liquiditätssicherung dienen, in Papiere mittlerer Laufzeit
zu tauschen. Am langen Ende erwartet sie mittelfristig ein Anziehen
der Renditen auf ca. 5,25%. Engagements in Pfandbriefen und
Unternehmensanleihen guter Bonität sollten weiterhin im Vordergrund
stehen.
    
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