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Kölner Stadt-Anzeiger: EKD-Ratsvorsitzender: Pauschalurteil über Muslime "unchristlich" Bedford-Strohm grenzt sich von Pegida und AfD ab

Köln (ots) - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hält die pauschale Darstellung von Muslimen als Bedrohung für unvereinbar mit christlichen Werten. "Wer entsprechende Parolen mitskandiert oder ihnen zustimmt und dann noch das Wort 'christlich' in den Mund nimmt, der sollte heute nur mal einen Moment auf die Weihnachtsbotschaft hören", sagte der oberste Repräsentant der 23 Millionen deutschen Protestanten dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Heiligabend-Ausgabe). "Das Kind in der Krippe hat nur überlebt, weil seine Eltern in Ägypten Asyl gefunden haben." Wer sich das klar mache, der könne gar nicht anders, als die Verfolgten von heute mit helfenden Händen zu empfangen, statt "eigene Probleme auf die abzuwälzen, die am allerschwächsten sind". Mit Blick auf die "Pegida" und ihre Anhänger sagte Bedford-Strohm: "Verbale - und erst recht tätliche - Angriffe auf Flüchtlinge, pauschale Verdächtigungen, Bedrohungsszenarien und ausländerfeindliche Reden sind unvereinbar mit dem christlichen Glauben." Indirekt weitete Bedford-Strohm seine Kritik auch auf die AfD aus, von der sich führende Vertreter mit "Pegida" solidarisiert hatten.

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