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Kölner Stadt-Anzeiger: Autoexperte Dudenhöffer zur Nutzung der ADAC-Luftrettung durch Präsident Peter Meyer: "Es zeigt, wie merkwürdig und intransparent der ADAC ist. Da wird es noch mehr geben, noch mehr kommen."

Köln (ots) - Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen sieht in der Nutzung der ADAC-Luftrettung durch Präsident Peter Meyer nur die Spitze eines Eisberges. "Es zeigt, wie merkwürdig und intransparent der ADAC ist. Da wird es noch mehr geben, noch mehr kommen", sagt er in einem Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe). Dudenhöffer plädiert für eine völlige Neuausrichtung des Automobilklubs. "Der ADAC macht Pannenstatistik und verkauft für viel Geld seine Pannenassistenz den Autobauern, das passt nicht. Es ist so, als würde Stiftung Warentest die Schokolode von Ritter Sport testen und gleichzeitig einen Bon für zehn Schokoladen seinen Mitgliedern anbieten." Der ADAC müsse neu aufgebaut werden. "Man muss ihn vom Kopf auf die Füße stellen. Man kann ein Unternehmen mit einem Umsatz von zwei Milliarden Euro nicht wie einen Taubenzüchterverein führen." Das bedeute, so Dudenhöffer, dass man den Vereinsstatus aufgeben muss, der ein reiner Anachronismus sei. "Der Vereinsstatus hat zu Intransparenz, schweren Interessenkonflikten und mangelnder Kontrolle beigetragen." Es dürfe nicht sein, dass man eine Mitgliedschaft kaufen muss, um den Service in Anspruch nehmen zu können. Wenn gegen das Tempolimit auf Autobahnen argumentiert und behauptet wird, das sei die Meinung der 19 Millionen Mitglieder, sei das schlicht ein Machtmissbrauch. Eine Selbstprüfung könne der ADAC sich schenken. "Der ADAC sollte ein Unternehmen werden mit neuen Strukturen, in diesen sind Prüforganisationen mitinbegriffen."

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