Kölner Stadt-Anzeiger

Kölner Stadt-Anzeiger: Sicherheitsexperten warnen vor Linksextremisten/Sorge "dass uns das mal aus dem Ruder läuft"

Köln (ots) - Sicherheitskreise sind besorgt über die zunehmende Zahl linksextremistischer Gewalttaten. Es gebe eine "ungewöhnliche Häufung" einschlägiger Ereignisse, wenn auch "nicht unbedingt eine neue Qualität", berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwoch-Ausgabe) unter Berufung auf die Einschätzung von Nachrichtendiensten. Es bestehe "die Sorge, dass uns das mal aus dem Ruder läuft". Bereits 2008 stieg die Zahl der linksextremistisch motivierten Straftaten ausweislich des Verfassungsschutzberichts um 13 Prozent. Sicher ist Experten zufolge, dass seit dem Straßburger Nato-Gipfel im April 2009 "in der Szene ein generell hohes Aggressionsniveau herrscht". Aus Sicht dieser Szene ging die Polizei damals unverhältnismäßig hart gegen Demonstranten vor. Es kam zu Prozessen durch die französische Justiz. Nahezu ein Dutzend junger Leute wurde zu zwei- bis dreijährigen Haftstrafen verurteilt. Zur Radikalisierung habe auch die Tatsache beigetragen, dass in Griechenland am 6. Dezember 2008 ein 15-jähriger Demonstrant von der Polizei erschossen wurde und diese in Berlin gegen besetzte Häuser vorgeht. "Die Bereitschaft, Gewalt anzuwenden, steigt", sagte ein Sicherheitsexperte dem "Kölner Stadt-Anzeiger". In den letzten Tagen war es zu vermehrten Angriffen autonomer Gruppen gekommen - so auf das Bundeskanzleramt, das Bundeskriminalamt, die Büros von zwei Bundestagsabgeordneten sowie eine Hamburger Polizeistation. Pressekontakt: Kölner Stadt-Anzeiger Politik-Redaktion Telefon: +49 (0221)224 2444 ksta-produktion@mds.de Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell

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