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Kölner Stadt-Anzeiger: SPERRFRIST MITTWOCH, 1 UHR Bundesnetzagentur geht gegen Callcenter wegen "Belästigung" vor

    Köln (ots) - Bonn - Die Zahl der Verbraucher-Beschwerden bei der Bundesnetzagentur wegen massenhafter Anrufe von Callcentern, ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Die Behörde führt derzeit Musterverfahren gegen die Verwender von spezieller Telefon-Software. "Viele große Callcenter verwenden so genannte Predictive Dialer, mit deren Hilfe automatisch bis zu hundert Nummern gleichzeitig angerufen werden können", sagte Bundesnetzagentursprecher Rudolf Boll dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwoch-Ausgabe). "Unserer Ansicht nach ist das Belästigung", so Boll. "Es gibt Fälle, in denen Menschen bis zu 250 Mal am Tag angeklingelt werden." In den derzeit laufenden Musterverfahren solle geklärt werden, wie sich dieses Problem mit Hilfe des bestehenden Rechts lösen lasse. Predictive Dialer sind automatische Wählcomputer, die selbstständig Anrufe vornehmen und verbinden. Callcenter bedienen sich dieser Technik, um gleichzeitig eine Vielzahl potenzieller Kunden anzurufen. Der Angerufene, der als erster abhebt, wird vom Dialer mit einem freien Callcenter-Mitarbeiter verbunden. Der Rest der Anrufe geht häufig ins Leere und wird nach kurzem Anklingeln abgebrochen. Gelingt es dem Angerufenen, noch an den Hörer zu gehen, beendet der Dialer automatisch die Verbindung. Die Bundesnetzagentur mit Sitz in Bonn ist die zuständige Behörde für die Verfolgung von Rufnummernmissbrauch und nimmt entsprechende Beschwerden entgegen. Auf ihrer Website bietet die Behörde ein Formblatt an, mit dem betroffene Verbraucher unerlaubte Telefonwerbung melden können:http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/16640.pdf

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