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Kölner Stadt-Anzeiger: Polenz verteidigt Steinbrück-Kritik an Briten: "Sachargumente geben Finanzminister Recht"

    Köln (ots) - Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Ruprecht Polenz (CDU), hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) gegen Kritik wegen seines Interviews mit dem Magazin "Newsweek" verteidigt. "Die Briten haben durchaus einen Sinn für sportliche Härte", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe). "Und Herr Steinbrück hat diesmal mehr das sportliche Tackling als den diplomatischen Samthandschuh bevorzugt. Mein Rat an die britischen Kollegen wäre, das auch sportlich zu nehmen und auf das Sachargument zu schauen. Und das gibt unserem Finanzminister recht." Der CDU-Europageordnete Elmar Brok erklärte: "Inhaltlich hat der Steinbrück recht. Es verunsichert aber nur die Märkte, wenn wir uns gegenseitig vorwerfen, wer die bessere Strategie hat. Es gab über Wochen eine Kampagne der Franzosen, der Briten und der EU-Kommission mit dem Tenor, dass Merkel nichts macht. Das ist genauso blödsinnig." Brok führt den britischen Unmut auf die schwierige Wirt-schaftslage des Königreichs zurück: "Die Briten haben im nächsten Jahr nichts mehr nachzulegen. Sie kämpfen ums Überleben. Das ist leider so." Steinbrück hatte die britische Mehrwertsteuersenkung in dem Interview als verfehlt bezeichnet und erklärt: "Die selben Leute, die sich immer gegen Finanzierung durch Staatsverschuldung gewehrt haben, werfen nun mit Milliarden um sich." Das sei "atemberaubend".

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