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Kölner Stadt-Anzeiger: Ex-BDI-Chef Henkel hält Grenzen für Managergehälter in bestimmten Fällen für angebracht Achtung: Korrigierte Fassung!

    Köln (ots) - Der ehemalige Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, hält eine Begrenzung der Managergehälter durch Aufsichtsräte sowie in Betrieben mit staatlicher Beteiligung in bestimmten Fällen für angebracht. "Ich finde das durchaus angemessen", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstag-Ausgabe) über entsprechende Überlegungen in der großen Koalition. "Denn wir müssen doch insgesamt sehen, dass die Entwicklung der Managergehälter in den letzten Jahren in einigen Unternehmen kritik würdig geworden ist - insbesondere dann, wenn die Gehaltsentwicklung mit dem Ergebnis, das diese Person erzielt hat, nicht in Einklang gebracht werden kann." Niemand beschwere sich "über die anscheinend riesigen Einnahmen" von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, "weil er erfolgreich ist. Das finde ich richtig. Aber wenn jemand ein Unternehmen an die Wand fährt, dann finde ich es schon bemerkenswert, wenn er sich dabei auch noch gesund stößt." Bei Unternehmen, an denen der Staat beteiligt ist, habe dieser ohnehin ein Mitspracherecht, fuhr Henkel fort. Auch sei es richtig, dass der ganze Aufsichtsrat über die Managervergütung entscheiden solle und nicht mehr nur ein separater Ausschuss. Falsch nannte der ehemalige BDI-Chef hingegen die Überlegung, dass Manager Aktien optionen generell erst nach vier Jahren einlösen dürften. Eine solche einheitliche Regelung werde der jeweils unterschiedlichen Lage der Unternehmen und ihrer Vorstände nicht gerecht.

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