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Kölner Stadt-Anzeiger: Klares Zeichen gegen Rechts Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, dankt Kölnern für ihren Einsatz

    Köln (ots) - Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat den Kölnern nach den Demonstrationen gegen den "Anti-Islamisierungskongress" vom vergangenen Wochenende dafür gedankt, ein klares Zeichen gegen Rechts gesetzt zu haben. Auf dem Neujahrsempfang der Synagogen-Gemeinde Köln griff sie zugleich die als rechtsextrem eingestufte Partei "Pro Köln" als Organisatoren dieses Kongresses scharf an und bezeichnete sie als "geistige Brandstifter" und "rechtsradikale Rattenfänger". Knobloch appellierte an die Verantwortung jedes einzelnen Bürgers. "Wir alle sind gefragt, wenn es darum geht, die Zukunft unserer Gesellschaft zu gestalten", sagte sie. Schon am frühen Abend hatte Knobloch bei einem Empfang im Historischen Rathaus den Protest in den Mittelpunkt ihrer Ansprache gestellt: "Rund 150 000 Kölner haben etwas Einmaliges durchgeführt und nicht nur Gesicht gezeigt, sondern auch gehandelt". Man müsse eine Möglichkeit finden, rechtsgesinnten Parteien das "Wasser abzugraben", indem man ihnen die finanzielle Unterstützung entziehe. "Die Forderung nach einem NPD-Verbot kann nicht oft genug gestellt werden". Abraham Lehrer, Vorstand der Synagogen-Gemeinde, forderte beim Neujahrsempfang die Intensivierung der Überwachung von "Pro Köln" durch den Verfassungsschutz. Die Liste der eingeladenen Rechtspopulisten habe den Juden in Köln einen gehörigen Schrecken eingejagt. "Auch wenn fast alle nicht angereist sind, belegt diese Liste eindeutig, dass es Beziehungen zwischen diesen Gruppierungen gibt". Stellvertretend für alle Bürger dankte er Oberbürgermeister Fritz Schramma: "Er hat sich an die Spitze der Bewegung gesetzt und ist damit ein Vorbild vor allem für die jungen Menschen dieser Stadt." (hsr)

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