Rhein-Neckar-Zeitung

RNZ: Heraeus: Deutsche Wirtschaft will in Afrika investieren
Korruption ist das Hemmnis Nummer Eins
Duales Berufsbildungssystem aufbauen

Heidelberg (ots) - Der Präsident des Netzwerkes "Business 20", Jürgen Heraeus, hat die G20-Staaten zum verstärkten Einsatz gegen Korruption in Afrika aufgerufen. "Die Korruption ist in Afrika unverändert das Investitionshemmnis Nummer Eins", sagte Heraeus anlässlich des G20-Afrika-Gipfels ins Berlin. "Kein Privatinvestor kann sich sicher sein, dass das Geld auch dort ankommt, wo es benötigt wird", so Heraeus im Interview mit der "Rhein-Neckar-Zeitung" (Heidelberg, Dienstagausgabe).

Deutsche Firmen wollten in Afrika investieren, sagte Heraeus, ehemaliger Geschäftsführer und heute Aufsichtsratschef des gleichnamigen Technologiekonzerns. "Wir wollen und werden einen Beitrag leisten", sagte er. "Aber die deutsche Industrie wird erst dann in großem Maße in Afrika investieren können, wenn sie sicher sein kann, nicht wegen Korruptionsvorwürfen in Schwierigkeiten zu geraten."

Heraeus zufolge soll in einigen Ländern des Kontinents das deutsche System der dualen Berufsausbildung eingeführt werden. "Wir brauchen Projekte, die vor Ort Perspektiven schaffen", sagte er. "Sonst werden sich noch mehr Menschen aus Afrika zu uns auf den Weg machen." Bis der Migrationsdruck auf Deutschland nachlasse, werde aber noch viel Zeit vergehen. "Wir müssen da in Zeiträumen von fünf bis zehn Jahren denken."

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