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RNZ: Kommentar Flüchtlinge/Calais

Heidelberg (ots) - An der Flüchtlingskrise in Calais zeigt sich, dass Europa nichts aus den Dramen von Lampedusa gelernt hat. Zwar sind noch nicht Hunderte Tote wie im Mittelmeer zu beklagen. Doch jeder einzelne der bislang zehn Getöteten ist einer zu viel. Sie alle sind Opfer einer unkoordinierten und veralteten Flüchtlingspolitik der EU.

Leider besteht die einzige Antwort, die David Cameron auf die Szenen von Calais einfällt, aus Zäunen und schärferen Gesetzen. Das ist egoistisch. Bezeichnend ist auch, dass sich die anderen Länder der Staatengemeinschaft komplett aus der Angelegenheit heraushalten. Es fehlt nach wie vor die Einsicht, dass Krisen wie diese nur mit einer neuen, gemeinsamen Einwanderungspolitik zu bewältigen sind

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