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RNZ: "Zum Kopfschütteln" - Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) zu Ku-Klux-Klan/Polizei

Heidelberg (ots) - Die Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg)kommentiert die Verstrickung von Südwest-Polizisten in den rassistischen Ku-Klux-Klan:

"Die Mitgliedschaft im rassistischen Geheimbund eine Blödheit, sein Interesse daran auch lediglich religiös motiviert: Wie der Polizist vor dem NSU-Untersuchungsausschuss seine Ku-Klux-Klan-Beziehungen kleinzureden versuchte, kann man wohl getrost als "kreative Wahrheitsfindung" einstufen. Und es war entlarvend für seine Vorgesetzten. Führungsversagen bei Polizei und Innenminister - und die Konsequenzen?

Natürlich lässt sich nicht ausschließen, dass sich Beamte einmal einer falschen Organisation anschließen. Nur: So weit kommen lassen darf man es gar nicht erst. Deshalb müssen klare Zeichen gesetzt werden. In Mannheim wurde einem Kindergärtner wegen seiner NPD-Nähe gekündigt - zu Recht, wie ein Gericht urteilte. Beamten hingegen, die dem bekanntermaßen rassistischen KKK beitraten, drohte - nichts. Keine Spur einer harten "Null Toleranz"-Linie, die sonst Innenpolitiker so gerne fordern.

Dieser verdrängte Skandal wirft allerdings nicht nur ein schlechtes Licht auf den damaligen CDU-Innenminister Thomas Schäuble, sondern auch auf den heutigen SPD-Mann Reinhold Gall. Seine "EG Umfeld" scheint sehr nachlässig ermittelt zu haben. Zum Kopfschütteln."

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