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RNZ: "Marionette?" - Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) zu CDU/Generalsekretärin

Heidelberg (ots) - Die Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) kommentiert die Ernennung der Landtagsabgeordneten Katrin Schütz zur Generalsekretärin der Südwest-CDU:

"Eine Frau in ein Spitzenamt zu heben, ist ein wichtiger Schritt für die Südwest-CDU. Allen bisherigen Initiativen zum Trotz: Die Partei krankt daran, männerdominiert zu sein und auch entsprechend wahrgenommen zu werden. Katrin Schütz als Generalsekretärin könnte die Kehrtwende einleiten - wenn es ihr gelingt, sich von ihrem Förderer, Parteichef Strobl, zu emanzipieren.

Zunächst findet sich Schütz nämlich nur als Marionette im innerparteilichen Machtkampf wieder. Die Landtagsfraktion spalten, dem "Berliner" Strobl den Rücken freihalten - das scheint die inoffizielle Arbeitsbeschreibung zu sein. Frischen Wind bringt man so nicht in die Strukturen. Auch die Kungelei zum Start verursacht Bauchschmerzen. Wenn "vor sehr langer Zeit" die Personalie geklärt wurde, warum wurde sie nicht beim Parteitag Ende März offiziell gemacht? Eine Wahl hätte Schütz gestärkt, sie wäre nicht bloß Generalin "zu Strobls Gnaden".

Doch Schütz hat nicht den Ruf, sich vor Konflikten zu drücken - auch wenn sie mit einer Charmeoffensive ins Amt startet. Von den drei mehr oder weniger starken Männern Strobl, Wolf und Hauk muss gerade einer nach dem anderen Federn lassen. Bald wird nur einer übrig sein - und vielleicht die neue Generalin."

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