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RNZ: Auf dem Vulkan

Heidelberg (ots) - Von Klaus Welzel Wenn die Klimaerwärmung eine sichtbare Krankheit wäre - ähnlich wie die Pest -, wenn es mehrere Hitzesommer wie im Jahr 2003 nacheinander gegeben hätte, wenn Landstriche in Europa, in den USA, in China sofort sichtbar verwüstet worden wären: dann hätte wohl auch der Letzte verstanden, wie gefährlich der Klimawandel für den Menschen ist. Dann hätte es längst Rettungspakete nach dem Vorbild der Bankenkrise gegeben. Öl und Kohle würden so viel kosten, wie sie auch die Umwelt kosten. So ist es aber nicht. Wie denn auch? Eine Gesellschaft, die ihren Kindern und Kindeskindern Billionen Schulden hinterlässt, die kümmert sich auch nicht darum, dass die Umwelt intakt bleibt. Genau deshalb verkommt Kopenhagen zum Gipfel der Absichtserklärungen. Das hat weniger mit der Unfähigkeit der dänischen Konferenzleitung zu tun, als mit der Weigerung, den wirtschaftlichen Mehrwert von Öko-Technik per Gesetz zu fördern. Findig Ingenieure alleine können die Welt nämlich nicht retten. Ein Beispiel: Als sich das Ozonloch dramatisch ausdehnte, war das Verbot von "Treibhausgasen" in Sprays schnell verfügt. Seither wird althergebrachte Pumptechnik eingesetzt. Ohne Schaden für die Wirtschaft, aber mit großem Nutzen für die Umwelt. Genau deshalb muss ein verbindlicher Vertrag zur CO2-Reduktion kommen. Pressekontakt: Rhein-Neckar-Zeitung Manfred Fritz Telefon: +49 (06221) 519-0 Original-Content von: Rhein-Neckar-Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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