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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Guttenberg

    Heidelberg (ots) - "Die bisherigen Theorien des Krieges strotzen von Alltäglichkeiten, Gemeinsprüchen und Salbadereien aller Art". Das hat nicht Karl-Theodor zu Guttenberg seinem Vorgänger Jung ins Stammbuch geschrieben. Es war der preußische Militärreformer Claus von Clausewitz 1832 im Vorwort zum seinem Werk "Vom Kriege". Guttenberg hat mit seiner Klarstellung über die "kriegsähnlichen Zustände" in Afghanistan an der semantischen Schönfärbung gerüttelt. Unser Einsatz erfüllt den Tatbestand des asymmetrisch Krieges innerhalb des afghanischen Bürgerkriegs. Nicht nur, aber es ist eben auch kein Aufbaukrieg und kein THW-Einsatz in Uniform. Die bisherige Wortklauberei entsprang der Angst, unser Einsatz könne in Verbindung mit dem K-Wort noch angreifbarer werden. Das ist falsch. Er ist unpopulär, verliert aber nur dann seine Akzeptanz, wenn die Kriegsziele verschwimmen. Auch dazu hat Clausewitz schon etwas gesagt: "Das Ziel ist, den Feind wehrlos zu machen." Konkret: Zu verhindern, dass von afghanischem Boden weiter globaler Terror ausgeht. Davon ist der Westen sehr, sehr weit entfernt.

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