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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Mehdorn

    Heidelberg (ots) - Es ging auch um Mehdorn, natürlich. Aber im Aufstieg und Fall des bisher tatkräftigsten Managers, den die ehemalige Behördenbahn je hatte, spiegelt sich auch ein  Kampf bis aufs Messer um den Anschluss der Bahn an moderne wirtschaftliche Strukturen. Hartmut Mehdorn hat nicht sehen und verstehen wollen, das der Mobilitäts-Dienstleister Bahn nicht allein nach Rentabilitätsaspekten umgebaut und an die Börse gefahren werden kann. Dafür ist er in einer ökologisch sensiblen Gesellschaft, die zum Auto nur diese eine Alternative hat, zu wichtig. Und auch als  Schröders letzter Mann hat Mehdorn diese Schlacht verloren. Oder um es mit Frank-Walter Steinmeier zu sagen: Das Thema Teilprivatisierung hat angesichts der Wirtschaftskrise an Bedeutung verloren. Im Klartext: Das Thema ist tot. Die SPD atmet hörbar auf, dass ihr diese Zerreißprobe erspart bleibt. Nur hätte dann, konsequenterweise, auch gleich Verkehrsminister Tiefensee    den Bahnchef in den Ruhestand begleiten können.

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