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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Krisengipfel

    Heidelberg (ots) - Eine inoffizielle "konzertierte Aktion" war das, was Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntagabend im Kanzleramt anschieben wollte. Und in der Tat, die Probleme von heute nehmen sich im Vergleich zur konjunkturellen Lage, aus der 1967 das erste informelle Bündnis dieser Art hervorging, wie ein Blitz zum Strahl   einer Taschenlampe aus. Dass Merkel die Teilnehmer der Runde allein qua Teilnahme in die gemeinsame Verantwortung einbinden möchte, ist offensichtlich. Und ganz unabhängig von der Frage, wie ein zweites Konjunkturpaket bestückt  sein sollte, wäre die einzig konkrete Überlegung der Sonntagsrunde, eine Art Job-Garantie der DAX-Unternehmen, schon mal ein gutes Signal. Es würde den vielen kleineren und mittelständischen Unternehmen, die das Gros der Beschäftigen unter Vertrag haben, die Botschaft vermitteln: Es ist fairer und am Ende auch günstiger, mit den Stammbelegschaften die Krise auszusitzen, anstatt anschließend händeringend nach neuen Fachkräften zu suchen.  Es wäre auch dem sozialen Frieden dienlicher. Denn die Arbeitnehmer werden schuldlos zu Opfern eines Raubtierkapitalismus, der sich überfressen hat. Allerdings müssen hier auch die Banken in vollem Umfang mitspielen, denen der Staat den Rettungsschirm hinhält.

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