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Ein Drittel der CEOs von Finanzinstituten erwartet W-förmige Konjunkturerholung

Davos (ots) - Die Geldpolitik der Zentralbanken sorgt für Profite im Bankensektor und erlaubt Finanzinstituten, ihre Kapitalbasis zu verbessern. Doch weiterhin steht die Branche vor großen Herausforderungen.

Die Strategieberatung Oliver Wyman hat die 13. Ausgabe ihres jährlichen Reports "State of the Financial Services Industry" auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos vorgestellt. Die Studie analysiert den Zustand der Branche und bewertet die Performance der 400 größten Finanzinstitute weltweit während der vergangenen fünf Jahre. Darüber hinaus werden im Rahmen der Studie die CEOs der 400 größten Finanzinstitute weltweit zu ihren Erwartungen an die Entwicklung der Branche befragt.

"Zum Verlauf der Krise lassen sich Vergleiche zu einem medizinischen Heilungsprozess herstellen - und von einer Genesung ist die Industrie weit entfernt", kommentiert Thomas Raab, Partner von Oliver Wyman. "Trotz der Soforthilfe durch Regierungen und Zentralbanken, die den meisten Instituten das Überleben gesichert hat, befindet sich die Branche immer noch in einer Phase der Stabilisierung. Aufgrund der makroökonomischen Situation besteht jedoch die Gefahr eines erneuten Rückschlages in der nicht allzu weit entfernten Zukunft."

Die Studie zeigt, dass Finanzinstitute derzeit wieder gute Gewinne schreiben und über die Branche hinweg 57 Prozent des Verlustes an Marktwert durch die Krise wettgemacht haben. Allerdings bedeutet die massive Schuldenübertragung von Haushalten und Unternehmen zu Schulden der öffentlichen Hand von bis zu 70 Prozent, dass die Besserung so nicht lange weiter unterstützt werden kann.

Die langfristige Zukunft der Finanzinstitute bleibt daher weiterhin im Unklaren und ein Rückfall ist möglich. Dieser hängt vom regulatorischen Umfeld ab, in dem sich die Banken bewegen sowie von der Stärke der Gesamtwirtschaft außerhalb der Finanzbranche. 32 Prozent der befragten CEOs glauben an einen W-förmigen Rezessionsverlauf und 60 Prozent erwarten keine dauerhafte Besserung der wirtschaftlichen Situation vor 2012. Sie erwarten für ihre Firmen nur noch langfristige Wachstumsraten von acht Prozent, im Unterschied zu zwölf Prozent vor der Krise.

Zu einer vollständigen Genesung legt die Studie der Finanzbranche für die Zukunft einen neuen Lebensstil ans Herz: die Institute werden sich auf zumindest zwei Aspekte konzentrieren müssen: ihre Reputation zu verbessern und Antworten auf die wahren Bedürfnisse ihrer Kunden zu finden. "Viele Institute werden jedoch vor dem Hintergrund der regulatorischen Entwicklungen und neuen Marktverhältnisse nicht um eine radikale Neuausrichtung ihres Geschäftsmodells herum kommen", kommentierte Thomas Raab.

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