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Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt exklusiv in tv Hören und Sehen: "Ich würde fast sämtliche Subventionen streichen"

    Hamburg (ots) -
    
    Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt exklusiv in tv Hören und Sehen:
"Ich würde fast sämtliche Subventionen streichen"
    
    Vor dem Hintergrund immer neuer Skandale in der Fleisch- und
Futtermittelproduktion fordert Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD)
drastische Kürzungen bei den Subventionen für die Landwirtschaft. Das
derzeitige System von staatlichen Zuschüssen, Steuergeschenken und
Förderungen sei ausufernd und kontraproduktiv, schreibt Schmidt in
einem Exklusiv-Beitrag für die Premium-Programmzeitschrift tv Hören
und Sehen. Unser "Subventions-Unwesen" sei Irrsinn. Das gelte jedoch
nicht nur für den Bereich der Nahrungsmittelproduktion: "Zwar werden
wir amtlich jeden Tag vor den Gefahren des Rauchens gewarnt, aber
zugleich gibt es Steuergelder für den Tabakanbau im verregneten
Norddeutschland, und demnächst womöglich für die Züchtung von
tropischen Orchideen in Mecklenburg-Vorpommern."
    
    Helmut Schmidt: "Wäre ich noch einmal Bundeskanzler, ich würde
fast sämtliche Subventionen streichen. Rigoros. Das fängt bei der
Landwirtschaft an, die inzwischen genau so viele Zuwendungen bekommt,
wie sie Werte schafft, und das hört bei der Unterstützung des
Bergbaus nicht auf." Der Altkanzler fordert statt dessen eine
Verlagerung der staatlichen Zuschüsse: "Wir müssen dringend
umschichten. Und zwar hin zu den zukunftsträchtigen Bereichen; wie
zum Beispiel der Forschung in den Naturwissenschaften, im
Ingenieurwesen, in der Medizin, ja, der Gentechnik. Aber hier haben
die Zauderer und die Bedenkenträger die Oberhand, so dass uns
Großbritannien, Amerika und Asien mühelos abhängen können."
    
    Der Beitrag erscheint in tv Hören und Sehen, Heft Nr. 2/2001
    (Erstverkaufstag 5. Januar).
    
ots Originaltext: Heinrich Bauer Verlag
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