WWF World Wide Fund For Nature

Klimaschutz: Russland auf Kyoto-Kurs
WWF begrüßt wichtigen Schritt in Richtung Ratifizierung

Frankfurt a. M. (ots) - Die russische Regierung hat die Ratifizierung des Kyoto-Protokoll auf den Weg gebracht. Die Umweltstiftung WWF begrüßt die Entscheidung. Nachdem das Thema wochenlang immer wieder verschoben wurde, sei die "Hängepartie" endlich beendet. "Wir sind einen wichtigen Schritt weiter gekommen, damit das Protokoll noch in diesem Jahr in Kraft treten kann", so Regine Günther vom WWF Deutschland. Beim seinem Weimar-Besuch war der russische Präsident Vladimir Putin am Mittwoch von WWF-Aktivisten in Eisbärkostümen zu mehr Engagement beim Klimaschutz aufgefordert worden. Er und sein Innenminister Boris Gryzlov versicherten dem WWF daraufhin, das Kyoto-Protokoll zu untzerstützen. Der nun beschlossene Plan sieht vor, dass das russische Wirtschaftsministerium einen Aktionsplan zur Umsetzung entwickelt. Dieser Gesetzesentwurf muß dann vom russischen Parlament, der Duma, verabschiedet werden. "Dies muss unbedingt noch vor der Sommerpause geschehen.", sagte Regine Günther, Klimaschutz-Expertin beim WWF Deutschland. Andernfalls könne das Kyoto-Protokoll nicht bis zum Weltgipfel WSSD in Johannesburg im August dieses Jahres in Kraft treten. Damit das Protokoll völkerrechtlich verbindlich wird, muss es von mindesten 55 Unterzeichnerstaaten, die für 55 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind, ratifiziert werden. Nach der Absage aus den USA kann der Vertrag nur in Kraft treten, wenn neben Russland, der EU und Japan auch von Kanada oder Polen ratifizieren. Nach der EU und Japan hat sich Russland jetzt ebenfalls auf Ratifizierungs-Kurs begeben. Nun fehlt nur noch Kanada, das in diesem Jahr Gastgeber des G8-Treffens ist. ots Originaltext: WWF Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Weitere Informationen: Regine Günther, Referat Klimaschutz beim WWF Deutschland, 069 / 791 44 177 Jörn Ehlers, Pressestelle WWF Deutschland, Tel.: 0 69/7 91 44-1 45, Fax: -1 16 Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Das könnte Sie auch interessieren: