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Internationale Nordseeschutzkonferenz: WWF: Wende für Nordseewal & Co.
Umweltminister beschließen Rettungsplan für Meeressäuger

    Bergen/Norwegen (ots) - Die 5. Internationale
Nordseeschutzkonferenz in Bergen/Norwegen war nach Einschätzung des
WWF ein Erfolg für den Schweinswal: Die Umweltminister der
Nordseeanrainerstaaten haben beschlossen, dass der Schweinswalbeifang
in der Nordsee auf ein Viertel reduziert werden muss. Zusätzlich soll
ein Rettungsplan erarbeitet werden, damit die Fischereimethoden so
geändert werden, dass fast keine Meeressäuger mehr in Fischernetzen
ertrinken müssen.
    
    "Durch diese Entscheidung der Umweltminister werden jährlich
einige tausend Schweinswale gerettet, die sonst qualvoll in
Stellnetzen ertrunken wären. Für diesen Durchbruch haben wir lange
kämpfen müssen", sagte WWF-Fischereiexperte Christian von Dorrien.
    
    Ein deutliches Signal geht nach Meinung des WWF auch an die
EU-Fischereiminister. Auf deren Agenda steht derzeit die Reform der
EU-Fischereipolitik. Die Umweltminister fordern von ihren Kollegen
den Abbau der viel zu großen Fischereiflotten, Reduzierung der
Fischerei und die Einrichtung von Schutzgebieten, in denen die
Fischerei verboten ist. Ziel dieser Maßnahmen ist es, dass sich die
Fischbestände in der Nordsee erholen können und dass die viel zu
hohen Beifänge an Jungfischen, Seevögeln und Meeressäugern deutlich
gesenkt werden.
    
    "Dies sind weitreichende Entscheidungen der Umweltminister, um die
Krise der Nordseefischerei zu beenden. Sie bauen damit einen enormen
Druck auf die EU-Fischereiminister auf, entsprechende Maßnahmen in
die EU-Fischereipolitik zu integrieren", sagte Christian von Dorrien.
"Leider haben die Minister versäumt, Zeitvorgaben zur Umsetzung der
Maßnahmen festzusetzen", kritisierte er.
    
    Weitere Entscheidungen der Nordseeschutzkonferenz: Die
Umweltminister haben beschlossen, bis zum Jahr 2010 ein Netzwerk von
Meeresschutzgebieten festzulegen, um gefährdete Meereslebewesen und
besonders empfindliche Lebensräume zu schützen. Die verschiedenen
konkurrierenden Nutzungen wie Gas- und Ölplattformen auf hoher See,
Kabeltrassen, militärische Aktivitäten, Schifffahrtsrouten und
Windparks in der Nordsee sollen gemeinsam geplant und
umweltverträglich gestaltet werden.
    
    
ots Originaltext: WWF Deutschland
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Christian von Dorrien,
WWF Deutschland,
Tel.: 0421-65846-27,
Mobil: 0171-5487312

Gabriele Kranz,
WWF Deutschland,
Tel.: 0421-6 58 46-18,
Mobil: 0171-3426928, 0171-6277726

Jenni Glaser,
WWF Deutschland,
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