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Internationale Nordseeschutzkonferenz: Hunderttausende Tonnen Meerestiere sinnlos über Bord
WWF demonstriert für eine drastische Beifangreduktion in der Nordseefischerei

Bergen/Norwegen (ots) - Am Eröffnungstag der Internationalen Nordseeschutzkonferenz in Bergen (Norwegen) protestierte der WWF gegen das tausendfache Sterben von Schweinswalen, Seevögeln und anderen Meerestieren als Beifang in Fischernetzen. WWF-Aktivisten stellten eine überdimensionale Waage vor das Konferenzgebäude, auf deren Waagschalen einerseits die geringen Fischfänge in der Nordsee, andererseits die riesigen Mengen an toten, als Beifang geopferten Meerestieren lagen. Der WWF forderte Bundesumweltminister Jürgen Trittin und seine Ministerkollegen aus den Nordseeanrainerstaaten auf, das Gleichgewicht der Waage so zu ändern, dass künftig viele Fische mit geringsten Mengen an Beifang übrig bleiben. "Dass in der Nordsee pro Jahr über eine halbe Million Tonnen Meerestiere, darunter auch über 7.000 Schweinswale, tot oder sterbend über Bord gehen, ist ein Skandal, der sofort beendet werden muss!", forderte WWF-Fischereiexperte Christian von Dorrien. Der WWF verlangt deshalb vom deutschen Umweltminister Jürgen Trittin und seinen Ministerkollegen, konkrete Maßnahmen gegen Überfischung und Beifänge in der Nordsee zu beschließen. Um die Beifänge zu reduzieren, müssen die Minister nach Auffassung des WWF einen Rettungsplan für den Schweinswal und andere Meerestiere erstellen, der Sofortmaßnahmen wie zeitlich begrenzte Verbote für die Fischerei in Gebieten mit viel Beifang und Veränderung der Fanggeräte enthält. Die Minister sollen sich zusätzlich im Rahmen der derzeitigen Reform der EU-Fischereipolitik für eine umweltfreundliche Fischerei einsetzen, fordert der WWF. "Die Zeit läuft uns davon", warnte WWF-Sprecher Stephan Lutter. "Die wirtschaftliche Nutzung der Nordsee hat in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen: Offshore Gas- und Ölplattformen, Kabeltrassen, militärische Aktivitäten, Schifffahrtsrouten, Windparks sowie Fisch-Trawler, die mit ihren Fanggeräten die Nordsee durchpflügen, schädigen diesen empfindlichen Lebensraum." Der WWF fordert die Minister auf, ein Netz von Meeresschutzgebieten in der Nordsee einzurichten und die verschiedenen konkurrierenden Aktivitäten in der Nordsee gemeinsam zu planen und umweltverträglich zu gestalten. ots Originaltext: WWF Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Weitere Informationen: Christian von Dorrien, WWF Deutschland, Tel.: 0421-65846-27, Mobil: 0171-5487312 Gabriele Kranz, WWF Deutschland, Tel.: 0421-6 58 46-18, Mobil: 0171-3426928, 0171-6277726 Jenni Glaser, WWF Deutschland, Tel: 069-79144-178 Achtung Fotoredaktionen! Fotos von Schweinswalen erhalten Sie über www.wwf.de/presse, nachmittags auch Fotos der Aktion. Filmmaterial über Schweinswale erhalten Sie von Jenni Glaser. Ausführliche Hintergrundpapiere zur INK erhalten Sie über: www.wwf.de oder www.wwfneap.org Die Tagesordnung der INK finden Sie unter: http://www.northseaconference.no Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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