WWF World Wide Fund For Nature

Die Internationale Nordseeschutzkonferenz - eine Chance für die Zukunft der Nordsee?
WWF fordert konkrete Maßnahmen gegen Überfischung, Beifang und Verschmutzung

    Bremen (ots) - Über die Zukunft der Nordsee wird in der nächsten
Woche in Norwegen verhandelt: Vom 20. bis 21. März treffen sich in
Bergen erstmals seit sieben Jahren die Umweltminister von
Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Schweden,
Schweiz, Belgien, Dänemark und Norwegen und beraten auf der 5.
Internationalen Nordseeschutzkonferenz (INK) über Maßnahmen für einen
besseren Schutz der Nordsee.
    
    Die wichtigsten Themen der Konferenz sind:
    
    * Fischerei
    
    * Schutz von marinen Arten und Lebensräumen
    
    * Eintrag gefährlicher und radioaktiver Stoffe sowie
        Meeresverschmutzung durch Schifffahrt
    
    Der WWF ist als Beobachter bei der INK dabei und hat bereits im
Vorfeld der Konferenz Vorschläge unterbreitet, z. B. einen
Rettungsplan für den Schweinswal, der durch die Fischerei bedroht
ist.
    
    Die Forderungen des WWF lauten:
    
    * Reduzierung der negativen Folgen der Fischerei, vor allem
        Verringerung der Überfischung und des Beifangs (prominentes
        Beispiel: Schweinswale), sowie Empfehlungen für die Integration
        von Umweltbelangen in die Europäische Fischereipolitik, deren
        Reform 2002 ansteht
    
    * Einrichtung von Meeresschutzgebieten in der Nordsee
    
    * Maßnahmen zur Verringerung von Schadstoffeinträgen aus
        Industrieanlagen und Schifffahrt
    
    Die Nordseefischerei ist in einer schweren Krise: Viele
Fischbestände wie Kabeljau, Scholle oder Schellfisch sind überfischt.
Allein in der zentralen und südlichen Nordsee sterben über 7.000
Schweinswale pro Jahr als Beifang in Stellnetzen der Fischer.
Zusätzlich ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Insgesamt
sterben über eine halbe Million Tonnen Seevögel, Schweinswale und
andere Meerestiere als Beifang. Um auf diese dramatische Situation
aufmerksam zu machen und konkrete Maßnahmen von den Umweltministern
zu fordern, veranstaltet der WWF zu Beginn der INK eine große
Protestaktion: Eine überdimensionale Waage stellt auf der einen Seite
die wenigen Fischfänge in der Nordsee dar - im Gegensatz zu der
riesigen Menge an toten, als Beifang geopferten Meerestieren auf der
anderen Waagschale. Der WWF wird Bundesumweltminister Jürgen Trittin
und seine Ministerkollegen auffordern, das Gleichgewicht der Waage so
zu ändern, dass in Zukunft viele Fische und nur geringste Mengen an
Beifang übrig bleiben.
    
    Zur WWF-Protestaktion am 20.März ab 14.00 Uhr vor dem SAS Royal
Hotel in Bergen (Norwegen) laden wir Sie herzlich ein.
Deutschsprachige WWF-Experten stehen während der gesamten Konferenz
als Interviewpartner zur Verfügung.
    
    
ots Originaltext: WWF Deutschland
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Weitere Infos, ein ausführliches Hintergrundpapier zur INK und
Filmmaterial erhalten Sie von:
Gabriele Kranz,
Pressereferentin,
WWF Deutschland,
Tel.: 04 21/6 58 46-18,
         0171-3426928

Fotomaterial zu den Schweinswalen erhalten Sie über www.wwf.de/presse
Die Tagesordnung der INK finden Sie unter:
http://www.northseaconference.no

Der WWF Deutschland ist eine der nationalen Organisationen des WWF -
World Wide Fund For Nature - in Gland (Schweiz).

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