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Internationale Nordseeschutzkonferenz: 175.000 Menschen fordern Taten von Trittin

Berlin (ots) - WWF-Aktion für Schweinswalschutz: Riesenwal mit Kinderpetitionen und Unterschriftenlisten für den Minister Einen zwölf mal vier Meter großen Wal, beidseitig beklebt mit tausenden von Kindern bemalten Papierwalen, sowie Fischernetze mit Unterschriftenlisten übergab der WWF heute in Berlin an Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Der WWF forderte den Minister auf, sich auf der 5. Internationalen Nordseeschutzkonferenz (INK) am 20. und 21 März in Norwegen für das Überleben der Schweinswale in der Nordsee einzusetzen. 155.000 Menschen aus ganz Deutschland hatten in den vergangenen Monaten im Rahmen der WWF-Kampagne "Rettet die Nordseewale!" Forderungen an den Minister unterschrieben. Sie rufen ihn darin auf, den Schutz der kleinen Wale auf der INK durchzusetzen. Über 20.000 Kinder hatten außerdem kleine Papierwale gestaltet und sie mit ihrer persönlichen Botschaft an Jürgen Trittin versehen. "Unsere Aktion hat gezeigt, dass viele Menschen in Deutschland ein großes Interesse an der Rettung der heimischen Wale haben. Herr Trittin muss sich persönlich für das Schicksal der Schweinswale auf der Nordseeschutzkonferenz einsetzen!", sagte WWF-Geschäftsführer Peter Prokosch. Der Minister müsse dort auch zusammen mit seinen Ministerkollegen von den EU-Fischereiministern eine umweltfreundliche Fischereipolitik ohne Schweinswalbeifänge einfordern. Der Schweinswal ist der Kleinste der Walfamilie. Die Zahl dieser Meeressäugetiere hat in den vergangenen Jahren in der Nordsee trotz mehrerer Schutzabkommen dramatisch abgenommen. Jährlich sterben hier im Durchschnitt über 7.000 der kleinen Wale in den Stellnetzen der Fischer als Beifang. Der WWF hatte diese alarmierenden Zahlen im August zum Anlass genommen, eine bundesweite Kampagne zur Rettung der Nordseewale zu starten. Wie die Vorverhandlungen zur Nordseeschutzkonferenz gezeigt haben, ist die Haltung der Bundesregierung auf der Konferenz sehr wichtig, da z. B. Norwegen den Schweinswalschutz blockieren will. Auch die in diesem Jahr anstehende Reform der EU-Fischereipolitik wird nach Ansicht des WWF entscheidend dafür sein, ob kommende Generationen die Schweinswale noch vor unseren Küsten zu Gesicht bekommen werden. Deshalb fordert der WWF Schutz- und Schongebiete für die Schweinswale, Fischereimethoden, die eine drastische Senkung der Beifänge zur Folge haben, sowie ein Ende der Überfischung. ots Originaltext: WWF Deutschland Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Weitere Informationen: Heike Vesper, WWF Deutschland, Tel.: 0421-6 58 46-23, Mobil: 0171-3426928 Christian von Dorrien, WWF Deutschland, Tel.: 0421-65846-27, Mobil: 0171-5487312 Achtung TV-Sender und Fotoredaktionen! Filmmaterial steht zur Verfügung. Fotos von Schweinswalen erhalten Sie über www.wwf.de/presse, nachmittags auch Fotos der Aktion. WWF Deutschland Fachbereich Meere und Küsten c/o Ökologiestation Am Güthpol 11 28757 Bremen Tel.: 0 421/6 58 46-10 Direkt: -18 Fax: 0 421/6 58 46-12 kranz@wwf.de bremen@wwf.de www.wwf.de Der WWF Deutschland ist eine der nationalen Organisationen des WWF - World Wide Fund For Nature - in Gland (Schweiz). Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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