WWF World Wide Fund For Nature

Rettung für Nord- und Ostseewale
WWF-Studie präsentiert Sofortmaßnahmen für Politik und Fischerei

Hamburg (ots) - Der Schweinswal, der einzige Wal in unseren Küstengewässern der Nord- und Ostsee, ist stark durch die Fischerei bedroht, doch bisher fehlen konkrete politische Schritte zur Rettung der Tiere. Der WWF hat deshalb selbst einen "Rettungsplan" für die Schweinswale entwickelt. Er enthält Sofortmaßnahmen wie zeitlich begrenzte Verbote für die Fischerei in Gebieten mit viel Schweinswalbeifang, Veränderung der Fanggeräte und den Einsatz von so genannten "Pingern", um die Wale von Fischernetzen fernzuhalten. Der "Rettungsplan" ist das Ergebnis einer heute veröffentlichten neuen Studie, die der niederländische Wissenschaftler Kees Lankester im Auftrag des WWF erstellt hat. Der Plan zeigt genau auf, welche politischen Entscheidungen getroffen werden müssen und wer sie umsetzen muss, damit die kleinen Wale eine Chance zum Überleben haben. Trotz bestehender Schutzabkommen für den Schweinswal wurde in den letzten Jahren nicht viel für unsere heimischen Wale getan. Allein in der zentralen und südlichen Nordsee sterben durchschnittlich über 7.000 Schweinswale pro Jahr als Beifang in den Stellnetzen, die von der Fischerei für den Fang von Kabeljau, Scholle und Steinbutt ausgebracht werden. Zusätzlich ist noch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. In der Ostsee leben schätzungsweise nur noch 600 Tiere. "Der Schutz der Schweinswale darf nicht länger verzögert werden. Unser Rettungsplan zeigt, dass der Schutz möglich ist und muss dringend umgesetzt werden", fordert WWF-Fischereiexpertin Heike Vesper. Die ersten Beschlüsse für den Schutz der Schweinswale können auf der Internationalen Nordseeschutzkonferenz am 20./21. März in Bergen/Norwegen getroffen werden. Der WWF fordert deshalb vom deutschen Umweltminister Jürgen Trittin, sich auf der Konferenz für konkrete Maßnahmen einzusetzen. Er soll sich außerdem zusammen mit seinen Ministerkollegen bei den EU-Fischereiministern für eine umweltfreundliche Fischerei ohne Schweinswalbeifänge einsetzen. Die Reform der EU-Fischereipolitik in diesem Jahr wird nach Ansicht des WWF entscheidend dafür sein, ob kommende Generationen die Schweinswale noch vor unseren Küsten zu Gesicht bekommen werden. Der WWF fordert Fischereiministerin Renate Künast auf, sich auf EU-Ebene für eine neue Fischereipolitik einzusetzen, die klare Grenzen für Beifänge festlegt, die Überfischung beendet und die Überkapazitäten in der Fischerei abbaut. ots Originaltext: WWF Deutschland Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Weitere Informationen: Heike Vesper, WWF Deutschland, Tel.: 0421/6 58 46-23, Mobil: 0171-7071198 Die WWF-Studie erhalten Sie von: Gabriele Kranz, WWF-Pressereferentin, Tel.: 0421/65846-18, am 22.2. Tel.: 0171/3426928 WWF Deutschland Fachbereich Meere und Küsten c/o Ökologiestation Am Güthpol 11 28757 Bremen Tel.: 0 421/6 58 46-10 Direkt: -18 Fax: 0 421/6 58 46-12 kranz@wwf.de bremen@wwf.de www.wwf.de Achtung TV-Sender und Fotoredaktionen! Filmmaterial steht zur Verfügung. Fotos von Schweinswalen erhalten Sie über www.wwf.de/presse Der WWF Deutschland ist eine der nationalen Organisationen des WWF - World Wide Fund For Nature - in Gland (Schweiz). Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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