WWF World Wide Fund For Nature

WWF-Aktion zur Bremer Fischmesse: "Kein toter Wal für Fischfilets!"

    Bremen (ots) -

    EMNID-Umfrage: Verbraucher wollen keinen Kabeljau aus Fängen, die
Nordseewale töten.
    
    Am Eröffnungstag der Internationalen Fischmesse demonstriert der
WWF in Bremen dafür, dass das Mittöten von kleinen Schweinswalen in
der Nordsee beim Fang von Kabeljau, Scholle und Steinbutt nicht
länger in Kauf genommen wird. WWF-Aktivisten servieren vor den
Messehallen auf einem 3 Meter großen Teller symbolisch ein
überdimensionales Fischmenü mit Kabeljaufilet und Kartoffeln. Auf dem
Tellerrand: die Attrappe eines toten Schweinswals - stellvertretend
für die rund 7.500 Wale, die jährlich in den Stellnetzen der
Nordseefischerei ertrinken.
    
    "Wir fordern Fischindustrie und -handel auf, über ihre Lieferanten
Einfluss auf die Fischereimethoden zu nehmen und die Verbraucher
besser über Herkunft und Fangmethoden von Speisefischen zu
informieren", sagt WWF-Fischereiexpertin Heike Vesper.
    
    Das Interesse der Verbraucher an der Herkunft des Nahrungsmittels
Fisch und an umweltgerechten Fangmethoden ist sehr groß: Das
Meinungsforschungsinstitut EMNID hat dazu im Auftrag des WWF im
Februar eine repräsentative Umfrage durchgeführt, bei der die
Befragten zunächst über die Fakten zum Beifangproblem der Nordseewale
informiert wurden. Ergebnis: Drei Viertel aller deutschen
Fischkonsumenten würden Kabeljau entweder komplett meiden oder nur
noch dann kaufen, wenn sie eine Garantie bekämen, dass der ihnen
angebotene Fisch nicht aus Fängen stammt, die Schweinswale gefährden.
    
    Eine kürzlich vom WWF veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass
nicht auszuschließen ist, dass Verbrauchern auch in Deutschland
Kabeljau angeboten wird, bei dessen Fang Schweinswale sterben
mussten. Die Untersuchung hat auch ergeben, dass die Verbraucher
keine Chance haben, anhand objektiver Informationen das genaue
Fanggebiet oder die genaue Fangmethode für den ihnen angebotenen
Fisch zu erfahren.
    
    "Wer Kabeljau, Steinbutt oder Scholle isst, will dafür keine toten
Schweinswale in Kauf nehmen", resümiert Heike Vesper. "Die
Fischwirtschaft muss dringend handeln, wenn sie ein Desaster wie in
den achtziger und neunziger Jahren beim Delfin gefährdenden
Tunfischfang vermeiden will."
    
    
ots Originaltext: WWF Deutschland
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Weitere Informationen:

Heike Vesper, WWF Deutschland, Tel.: 0421/6 58 46-23, Mobil
0171/7071198
Christian von Dorrien, WWF Deutschland, Tel.: 0421/6 58 46-27, Mobil
0171/5487312

Achtung Redaktionen! Filmmaterial steht zur Verfügung. Die
EMNID-Umfrage sowie Fotos von Schweinswalen und Kabeljauen (sowie ab
mittags von der WWF-Aktion) erhalten Sie über www.wwf.de/presse

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