WWF World Wide Fund For Nature

EU-Osterweiterung: Bewegung im Milliardenpoker

    Brüssel / Frankfurt/M. (ots) - WWF unterstützt EU-Vorschlag zur     Agrarpolitik für den EU Beitritt          Einen tragfähigen Kompromiß nennt der WWF den heute von der Europäischen Kommission vorgelegten Plan zur Einführung der Agrarpolitik in den EU Beitrittsländern Mittel- und Osteuropas. "Wir müssen verhindern, dass die Naturschätze des Ostens durch die Agrarpolitik des Westens zerstört werden," warnt Hilmar von Münchhausen, Agrarexperte des WWF. Daher sei die europäische Agrarpolitik weiter zu reformieren.          Die Vorschläge der EU-Kommission seien in vielfacher Hinsicht wegweisend für eine weitere Reform. So soll vom gesamten Budget, das nach Mittel- und Osteuropa transferiert wird, ein Drittel für nachhaltige ländliche Entwicklung ausgegeben werden. In der "alten" EU liegt der Anteil bei knapp zehn Prozent.

    Die Einführung der Direktzahlungen in Mittel- und Osteuropa hält
der WWF auf dem vorgeschlagenen niedrigen Niveau für akzeptabel. "Die
Subventionen sind erstens gering und zweitens völlig unabhängig von
der Art und Weise der Landwirtschaft. Damit werden die Landwirte
nicht in die Produktion bestimmter Anbaupflanzen gezwängt, sondern
können traditionelle Kulturen beibehalten," so Münchhausen. Dies
betreffe insbesondere Wiesen und Weiden, die - obwohl sie oft für den
Naturschutz extrem wichtig sind - in der "alten" EU von den
Subventionen ausgeschlossen und damit gegenüber dem Ackerland
benachteiligt werden.
    
    Die Alternativen zum Vorschlag der EU Kommission wären entweder
eine eins zu eins Übertragung der Agrarpolitik mit katastrophalem
Ausgang für Umwelt und Natur oder die komplette Ablehnung von
Subventionen. "Dies ist jedoch für die Staaten Mittel- und Osteuropas
nicht akzeptabel und würde den Prozeß der Osterweiterung stark
gefährden," so der WWF.
    
    Nach Ansicht des WWF sei bei der geplanten Reform der EU
Agrarpolitik im Jahr 2006 ein grundsätzlicher Abbau aller
Subventionen zu beschließen. "Dies muss für Ost und West gelten, denn
langfristig sind Subventionen per Gießkanne nicht zu rechtfertigen,"
forderte der WWF. Statt dessen sei über gezielte Programme Umwelt und
Natur in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft zu erhalten und es
müßten Initiativen zur nachhaltigen ländlichen Entwicklung auf den
Weg gebracht werden.
    
    
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Weitere Informationen:
Hilmar Freiherr v. Münchhausen, Landwirtschaft & Ländliche
Entwicklung , Tel. 069 - 79144 147, mobil: 0171 8315105.
Jörn Ehlers, Pressestelle WWF Deutschland, Tel. 069 - 79144 145.

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