WWF World Wide Fund For Nature

Klimakonferenz in Marrakesch: Endspurt beim "Klima-Marathon"
WWF fordert die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls zügig abzuschließen

Frankfurt am Main (ots) - Die Umweltstiftung WWF fordert die Regierungen der Erde zum Beginn der Klimakonferenz COP 7 in Marrakesch auf, das Kyoto-Protokoll konsequent umzusetzen. Jetzt sei ein "Endspurt" gefordert, damit der Klimavertrag bis zum Erdgipfel in Johannesburg im September 2002 in internationales Recht umgesetzt werden könne. Die Verhandlungen in Marrakesch werden sich hauptsächlich mit der Umsetzung des Ministerbeschlusses zum Kyoto-Protokoll befassen, der im Juli in Bonn ausgehandelt wurde. Jetzt muß dieses Papier in einen international gültigen Vertrag umgesetzt werden, der präzise formuliert, wie die einzelnen Bestandteile des Kyoto-Protokolls in der Praxis funktionieren sollen. Auf dem Bonner Klimagipfel wurden eine Reihe von Entscheidungen auf die 7. Vertragsstaaatenkonferenz (CoP 7) in Marrakesch verschoben. Eines der wichtigsten Themen wird der Beschluss sein, wie die Länder über ihre Treibhausgas-Emissionen und über deren Absorption durch Wälder transparent und nachvollziehbar Rechenschaft ablegen. Diese Bestimmungen sind zwar kompliziert, aber sie bilden das Rückgrat des Kyoto-Protokolls. Nur klare Bestimmungen können dafür sorgen, dass die Länder bei der Verringerung ihrer Emissionen nicht schummeln. "Die Regierungen müssen zu ihrem in Bonn gegebenen Wort stehen und einen wasserdichten Vertragstext zustande bringen," fordert Regine Günther, Klimaschutz-Expertin des WWF Deutschland. Es sei höchste Zeit, da das Kyoto-Abkommen noch bis zur Weltumweltkonferenz in neun Monaten ratifiziert werden solle. Der WWF wendet sich strikt gegen Versuche von Australien, Kanada, Japan und Rußland die Debatte über den in Bonn beschlossenen Text zur so genannten "Überwachung" ("Compliance") wieder zu eröffnen. Dadurch werde der Vertrag grundlegend gefährdet. Auch beim den "Senken" also der Reduktion von Treibhausgasen durch Wälder, beantragt Russland jetzt noch höhere Zugeständnisse. Dieser Antrag müsse aus Sicht des WWF zurückgewiesen werden. "Ein Nachkarten von einzelnen Ländern muß ausgeschlossen sein," betont Regine Günther. Der WWF hat eine detaillierte Liste von Empfehlungen erstellt, wie die Artikel des Vertrages so effizient und "wasserdicht" wie möglich umgesetzt werden können. Die Empfehlungen beziehen sich auf die Mechanismen, mit denen Treibhausgase weltweit verringert werden sollen, wie zum Beispiel Emissionshandel, und "Joint Implementation". Das Kyoto-Protokoll verpflichtet die Industrieländer, bis 2010 den Ausstoß von sechs verschiedenen Treibhausgasen um fünf Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Weitere Informationen, Positionspapiere etc: ab Montag, den 29.10. 2001im Internet unter www.wwf.de ots Originaltext: WWF Deutschland Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Ansprechpartner: Regine Günther, Referat Klimaschutz, WWF Deutschland, Tel.: 069 / 791 44 177 Gabriele Ammermann, Pressestelle WWF Deutschland, Tel.: 069 / 791 44 214 Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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