WWF World Wide Fund For Nature

Der WWF-Panda hat Geburtstag
Die größte private Naturschutzorganisation der Welt wird 40 Jahre alt

    Frankfurt a. M. (ots) - Vor 40 Jahren, am 11. September 1961,
wurde der WWF gegründet. Alarmiert durch die rapide zurückgehenden
Wildtierbestände in Afrika hatte sich eine Reihe prominenter
Naturschützer um Peter Scott und Julian Huxley zusammengefunden, um
Spenden für Naturschutzprojekte in aller Welt zu sammeln. Mit den
Mitteln sollte vor allem die Arbeit der Weltnaturschutzorganisation
(IUCN), die seit Ende der 40er Jahre die roten Liste der bedrohten
Arten erarbeitet, unterstützt werden. Die Nähe zu dieser
Schwesterorganisation war der Grund, warum der WWF als Stiftung nach
Schweizer Recht gegründet wurde und in Morges am Genfer See in
direkter Nachbarschaft zur IUCN sein erstes Domizil bezog.
    
    Aus diesen Anfängen während der Gründerzeit wuchs inzwischen die
größte private Naturschutzorganisation der Welt. Der WWF hat in den
vergangenen vier Jahrzehnten in rund 140 Ländern im Zeichen des
Pandas mehr als 10.000 Natur- und Umweltschutzprojekte durchgeführt.
Fünf Millionen Förderer weltweit machten es möglich, dass allein im
vergangenen Jahr mehr als 720 Millionen Mark in den Schutz von
Wäldern, Meeren und Feuchtgebieten auf allen Kontinenten fließen
konnten. Heute besteht das WWF-Netzwerk aus 27 nationalen
Organisationen und 21 Programmbüros in aller Welt. Dazu gehört auch
die deutsche Sektion, die seit 1963 auf 236.000 Förderer und ein
Jahresbudget von rund 45 Millionen Mark angewachsen ist.
    
    Der Aufstieg des WWF ist u.a. den guten Beziehungen der Männer der
ersten Stunde zu verdanken. Mit dem niederländischen Prinzen Bernhard
als erstem Präsidenten des WWF International und Prinz Philip,
Ehemann der englischen Königin, an der Spitze der britischen Sektion
konnten gleich zwei international bekannte Persönlichkeiten gewonnen
werden, die maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung des WWF
beigetrugen. Man setzte von Beginn an auf das Prinzip "Kooperation
statt Konfrontation", eine Strategie, die vor dem Geist der
Gründerjahre zu sehen ist. Die Anti-Atombewegung war noch nicht
geboren, Bürgerinitiativen beschränkten sich meist auf lokale
Konflikte, und Seveso und Tschernobyl waren ein ferner Alptraum.
    
    Doch die Umweltkatastrophen der 70er und 80er Jahre gingen am WWF
nicht spurlos vorbei. Hatte man sich zu Beginn vor allem auf den
Schutz von Arten und die Ausweisung von Schutzgebieten konzentriert,
verbreiterte sich das Aktionsfeld allmählich. An die Stelle von
Feuerwehreinsätzen zur Rettung bedrohter Tierarten traten mehr und
mehr langfristige Strategien für den Schutz und die nachhaltige
Nutzung der biologischen Vielfalt. Diese beinhalteten neben konkreten
Naturschutzprojekten die Bekämpfung der Ursachen der Naturzerstörung
ebenso wie Umweltbildung und politische Lobbyarbeit. Dieser
erweiterte Aufgabenbereich schlug sich in der Namensänderung nieder:
Aus dem World Wildlife Fund wurde 1987 der World Wide Fund For
Nature. Nur die US Amerikaner und die Kanadier firmieren weiter unter
dem alten Namen.
    
    Die Entwicklung des WWF ist eine Erfolgsgeschichte mit vielen
Kapiteln: Die Sibirischen Tiger und die Java Nashörner haben
überlebt. Vom Wattenmeer bis Madagaskar, von der Donau bis zum Amur
zeugen Hunderte von Projekten vom beherzten Einsatz der weltweit über
3.000 WWF Mitarbeiter. Ob es um die nachhaltige Bewirtschaftung der
Wälder, die Zusammenarbeit mit der Weltbank oder den Schuldenerlass
gegen staatliche Leistungen im Naturschutz geht - stark ist der WWF
immer dann, wenn es um das Schmieden von Allianzen mit
unterschiedlichen Gruppen der Gesellschaft geht. Ob
Religionsgemeinschaften, Wirtschaftsunternehmen oder
Entwicklungsbanken, wenn es um Natur- und Umweltschutz geht, setzt
der WWF auf Kooperation und Dialog statt ideologischer Scheuklappen
und Konfrontation. Eine Fähigkeit, die gerade im Zeitalter der
Globalisierung an Bedeutung gewinnt. "Die Regierungen finden sich
immer häufiger auf dem Beifahrersitz der Gesellschaft, während
international agierende Unternehmen die Richtung vorgeben",
beobachtet Dr. Georg Schwede, Geschäftsführer des WWF Deutschland. In
dieser Situation sei es zunehmend wichtig, über den nationalen
Tellerrand zu blicken, um das Beste für Mensch und Natur
herauszuholen. Vor diesem Hintergrund ist das Programm der nächsten
40 Jahre für den WWF als Global Player im Natur- und Umweltschutz
klar: "Global denken und global handeln."
    
    
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