WWF World Wide Fund For Nature

Island bei den Walen am Katzentisch
WWF warnt vor polemischer Woche bei der IWC

    London/Frankfurt a. M (ots) - Nach langen, zähen Verhandlungen
stimmten die Vertragsstaaten der Internationalen Walfang Kommission
IWC am ersten Tag der Londoner Konferenz gegen den Antrag Islands,
dem Bündnis unter Vorbehalt wieder beitreten zu wollen. Stattdessen
wurde dem nordatlantischen Inselstaat mit 19:15 Stimmen nur der
Beobachterstatus eingeräumt.
    
    "Kein wirklicher Erfolg für den Walschutz," kommentiert Roland
Melisch, Leiter des Artenschutzbereichs beim WWF. "Besser wäre eine
Einsicht Islands gewesen, konstruktiv an der IWC mitzuarbeiten, als
gleich mit Forderungen beizutreten." Island wird auf der Tagung nun
ein Platz am 'Katzentisch' der Beobachter neben El Salvador, Gabun
und Namibia eingeräumt.
    
    Die ehemalige Walfangnation Island wollte mit einem Vorbehalt für
die eigene Waljagd wieder Mitglied der IWC werden und hatte bereits
ankündigt, sich auch in Zukunft alle Optionen auf den Walfang offen
zu lassen. Dazu Melisch: "Eine Farce! Dies wäre vergleichbar mit dem
Beitritt eines Landes zur Abrüstungskonferenz, ohne die eigenen
Waffenarsenale mit einzubeziehen." Führende isländische Politiker
lehnten sich bereits vor der Konferenz mit der Ankündigung weit aus
dem Fenster, zukünftig nicht nur Minkwale, sondern zusätzlich auch
Finn- und Seiwale zu jagen.
    
    Solch eine Entwicklung gleich am ersten Tage lässt Ergebnisse und
Ausgang der Konferenz weiterhin offen. Der WWF fürchtet weiterhin ein
Desaster für den globalen Schutz der Wale, wenn sich der
Tiefseegraben zwischen den Extrempositionen der Walfänger und den
"Free-Willy Anhängern" nicht überbrücken lässt. "Uns droht wieder der
globale, unkontrollierte Walfang - deshalb kämpft der WWF als
führende internationale Naturschutzorganisation in London für den
Erhalt der IWC und für konkrete Sachergebnisse."
    
    
ots Originaltext: WWF Deutschland
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Weitere Informationen:
Roland Melisch,
Referent Artenschutz,
Tel.: 0171 6257812

Ulrike Bauer, P
ressestelle WWF Deutschland,
Tel.: 0 69/7 91 44-1 53,
Fax:                      -1 16

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