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Im Vorfeld des EU Gipfels: Klimapost an den Kanzler

    Frankfurt/M. (ots) -

    Umweltverbände drängen auf Ratifizierung des Kyoto-Protokolls

    Sechs Umweltschutzorganisationen haben sich im Vorfeld des EU
Gipfels an Bundeskanzler Gerhard Schröder gewandt. In einem offenen
Brief fordern BUND, DNR, Germanwatch, Greenpeace, Nabu, und WWF ein
klares Bekenntnis zum Kyoto-Protokoll. Der Kanzler solle in den
Gesprächen mit dem US-Präsidenten George W. Bush darauf hinwirken,
dass die USA die Verhandlungen zum Klimaschutz nicht blockieren.
    
    Die Ablehnung des Kyoto-Protokolls durch Präsident Bush sei nach
Ansicht von Regine Günther, Leiterin des Referats Klima beim WWF,
"eine Bankrotterklärung für eine verantwortliche internationale
Umweltpolitik." Der kürzlich von der US-Administration vorgestellte
Energieplan unterstreiche die unverantwortliche Position der
Amerikaner. "Der Plan ist nicht einmal ein Klimaschutz-Placebo," so
Regine Günther. Der WWF rechnet bei einer Umsetzung des Energieplans
mit einem Anstieg der US-amerikanischen Treibhausgas-Emissionen um
bis zu 50 Prozent.
    
    Nach Einschätzung der Umweltorganisationen geht es bei der
Diskussion um die Glaubwürdigkeit der gesamten EU in ihrer
Führungsrolle beim Kampf gegen den Klimawandel. Die Verbände rufen
die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf, beim
Göteborg-Gipfel öffentlich zu erklären, dass die EU bis Ende 2001 das
Kyoto-Protokoll ratifizieren wird, unabhängig von der Position der
USA.
    
    Zudem sei ein klare Aussage nötig, dass die EU alle notwendigen
Maßnahmen ergreifen werde, um ihr Klimaschutzziel, einer
Treibhausgas-Reduktion von acht Prozent  zu erreichen. Die EU solle
überdies einen Aufruf an zentrale Akteure wie die Russische
Föderation und Japan richten, damit diese Staaten ein solides
Kyoto-Protokoll als Ergebnis des nächsten Klimagipfels in Bonn
unterstützen.
    
    
ots Originaltext: WWF Deutschland
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