WWF World Wide Fund For Nature

GRÜNE debattieren die Agrarwende
Den Worten Taten folgen lassen

Stuttgart/Frankfurt a. M. (ots) - WWF begrüßt Künast-Rede, vermißt aber konkreten Zeitplan Der WWF unterstützt die heute auf der Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen vorgetragenen Schwerpunkte für eine neue Landwirtschaftspolitik. "Dem grünen Wunschzettel von Renate Künast müssen jedoch Taten folgen", kommentierte Hilmar Freiherr v. Münchhausen, Agrarexperte des WWF, die Diskussion. Der WWF forderte einen konkreten Zeitplan und nachprüfbare Ziele. "Für die Agrarwende benötigen wir einen langen Atem, deshalb ist es wichtig, dass die nächsten Etappen klar abgesteckt werden", so Münchhausen. Für den WWF gehört die Neuausrichtung der so genannten "Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" zu den vorrangigen Aufgaben. Hier müsse sofort gehandelt werden, um sicher zu stellen, dass bereits für das Jahr 2002 neue Fördergrundsätze gelten. Dadurch könne der ökologische Landbau gestärkt werden. Auch die Verknüpfung der Agrarsubventionen mit grundlegenden Mindeststandards im Umwelt- und Naturschutz seien spätestens mit dem Jahr 2002 einzuführen. Auf der europäischen Ebene warnt der WWF vor Aktionismus. Es sei wenig sinnvoll, die ohnehin für 2002/ 2003 geplante Zwischenbewertung der Agrarpolitik vorzuziehen. "Deutschland sollte sich darauf konzentrieren, Mitstreiter für eine Agrarwende zu finden. Damit das gelingt, muß als erstes aufgezeigt werden, welche verheerenden Folgen die gegenwärtigen EU-Agrarpolitik auf den Schutz und Erhalt von Umwelt und Natur hat", forderte Münchhausen. Der Erhalt von Lebensräumen für wild lebende Tiere und Pflanzen und ökologisch wertvoller Agrarlandschaften komme in der gegenwärtigen Debatte zu kurz. Die Landwirtschaft allein aus Sicht der Verbraucher zu sehen, reduziere sie auf die Produktion von Nahrungsmitteln. "Agrarpolitik muß aus dem Blickwinkel gesellschaftlicher Anforderungen gesehen werden. Nur so lassen sich die Interessen der Verbraucher, mit den Anforderungen des Umwelt- und Naturschutz sowie des Tierschutzes zukunftsweisend kombinieren", betonte der Agrarexperte des WWF. Die Naturschutzorganisation empfahl, Instrumente wie die Agrarumweltprogramme zur Honorierung von Dienstleistungen der Landwirtschaft im Umwelt- und Naturschutz zu stärken. Dieser Ansatz müsse auf die Art gerechte Nutztierhaltung übertragen werden. "Wir sollten Landwirte belohnen, die über die gesetzlichen Standards hinaus ihre Tiere in besonderer Weise Art gerecht halten", so der WWF. ots Originaltext: WWF Deutschland Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: Jörn Ehlers, Pressestelle WWF Deutschland, Tel.: 0 69 / 7 91 44-1 45, Fax: -1 16 Hilmar Freiherr v. Münchhausen, Referat Landwirtschaft & Ländliche Entwicklung, Tel.: 069 / 79144-147; Mobil: 0171 83 15 105 Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Das könnte Sie auch interessieren: