WWF World Wide Fund For Nature

Anhörung zum Bundesnaturschutzgesetz
Paragraphen für die Natur
WWF fordert Nationalparkagentur

Frankfurt a. M. (ots) - Der Regierungsentwurf für ein neues Bundesnaturschutzgesetz ist nach Ansicht des WWF "ordentlich, aber nicht ambitioniert genug". Umweltminister Jürgen Trittin müsse sich den Naturschutz stärker zur Herzensangelegenheit machen. Der Bund solle sich anspruchsvollere Ziele setzen und sich an der Finanzierung des Naturschutzes stärker beteiligen. Auf der Anhörung der Verbände am Donnerstag in Bonn fordert die Umweltstiftung WWF die Einrichtung einer Bundes-Nationalparkagentur. Den Ländern allein die Entwicklung und Finanzierung der deutschen Nationalparke zu überlassen, entspreche nicht dem internationalen Standard. Besonders für die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbeobachtung und Schutzgebietsbetreuung sei eine Koordinierungsstelle notwendig. Grundsätzlich positiv wird vom WWF der angestrebte Biotopverbund aufgenommen, da so der Verinselung von Lebensräumen für wild lebende Tiere und Pflanzen entgegengewirkt werden könne. Mit dieser neuen Bestimmung sollen auf zehn Prozent der Landesfläche Umwelt und Natur in besonderem Maße erhalten werden. "Hier sollte die Bundesregierung die Latte höher legen und sich per Gesetz dazu verpflichten, seine Eigentumsflächen bei Bedarf für Naturschutzzwecke zur Verfügung zu stellen", schlägt Thomas Neumann vom WWF vor. Hinzu komme, dass längst nicht überall wo Naturschutz drauf stehe, tatsächlich ein effektiver Schutz gewährleistet sei. Landschaftsschutzgebiete und Naturparks dürfe man keineswegs zum Biotopverbund aufrechnen. Dort werde allenfalls "Naturschutz light" praktiziert. Mit Blick auf die Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerei kritisiert der WWF, dass Mindestanforderungen aus Sicht des Naturschutzes nur für die Landwirtschaft geschaffen werden sollen. "Die Kriterien zur guten fachlichen Praxis in der Landwirtschaft sind immerhin ein erster Schritt in die richtige Richtung. Etwas vergleichbares fehlt jedoch für die Forstwirtschaft und die Fischerei", unterstreicht Hilmar v. Münchhausen, Landwirtschaftsexperte des WWF. Insgesamt begrüßt der WWF die Überarbeitung des Gesetzes. Der Vorschlag zur Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes sei jedoch noch nicht der "große Wurf". Weitere Informationen: Die Stellungnahme des WWF zum Entwurf der Neuregelung des Bundesnaturschutzgesetzes kann über das Internet http://www.wwf.de abgerufen werden. Hilmar von Münchhausen, Leiter Referat Landwirtschaft, Tel.: 069 7791 44-1 47 Jörn Ehlers, Pressestelle WWF Deutschland, Tel.: 0 69/7 91 44-1 45, Fax: -1 16 ots Originaltext: WWF Deutschland Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen: WWF Deutschland Pressestelle Rebstöcker Straße 55 60326 Frankfurt a. M. Tel.:0 69/7 91 44-0 Direkt: -1 45 Fax:0 69/7 91 44-1 16 ehlers@wwf.de www.wwf.de Der WWF Deutschland ist eine der nationalen Organisationen des WWF - World Wide Fund For Nature - in Gland (Schweiz). Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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