WWF World Wide Fund For Nature

Aus für internationalen Walschutz?
WWF alarmiert über Norwegens Bruch Internationaler Abkommen

    Oslo, Frankfurt a. M. (ots) - Der WWF verurteilt die Entscheidung
der Norwegischen Regierung, sich über das Handelsverbot des
Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) hinwegzusetzen und
Walprodukte auf dem internationalen Markt zu verkaufen. Seit 1992
macht Norwegen  Jagd auf Minkwale, obwohl seit 1986 auch die Jagd auf
Wale von der Internationalen Walfangkomission (IWC) verboten ist.
Dennoch haben norwegische Waljäger im letzten Jahr 655 Minkwale
erlegt. Norwegen hat immer betont, dass die Jagd auf Wale eine
nationale Tradition, und das Walfleisch nur für den Verzehr im
eigenen Land bestimmt sei. Jetzt hat die Regierung angekündigt,  den
Export von Walspeck und Walfleisch wieder aufzunehmen.
    
    "Damit fällt die letzte Bastion im internationalen Walschutz",
befürchtet Volker Homes, Walexperte beim WWF Deutschland. "Schlimm
genug, dass sich Norwegen und auch Japan seit Jahren über das
internationale Fangverbot hinwegsetzen, wenn jetzt auch die
Handelsschranken fallen werden die großen Meeressäuger wieder zum
Freiwild."
    
    Norwegen will an Island, Peru und Japan Walprodukte verkaufen. In
Japan werden Spitzenpreise für Walfleisch und -speck gezahlt, der
dort als Delikatesse gilt. Die Norweger essen hingegen nur das
Walfleisch und horten Walspeck, den sogenannten Blubber im Wert von
über 20 Millionen DM in ihren Kühlhäusern.    
    
    Die Vorräte der Norweger werden den Hunger auf Wal aber nicht
stillen. Die Öffnung des Marktes wird zu einer Ausdehnung des
Walfangs führen, womöglich sogar auf andere, stärker gefährdete Arten
als den Minkwal. Japan jagt neben den  Minkwalen schon jetzt auch die
bedrohten Pott- oder Brydeswale.
    
ots Originaltext: WWF
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Weitere Informationen:
Volker Homes, Referat Artenschutz/TRAFFIC
Tel.:0170 47 65 664
Katrin Altmeyer, Pressestelle WWF Deutschland
Tel.: 069 / 791 44 214

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