WWF World Wide Fund For Nature

Norwegen und der böse Wolf
WWF verurteilt Norwegens Vorhaben, 20 Wölfe abzuschießen

    Frankfurt a. M. (ots) - Der WWF fordert die Norwegische Regierung
auf, die Pläne zur Tötung von über der Hälfte der norwegischen
Wolfspopulation sofort fallen zu lassen. Nach letzten Zählungen leben
in Südskandinavien nur noch 50 bis 80 der Raubtiere im Grenzgebiet
zwischen Schweden und Norwegen. Weil norwegische Schaf-Farmer über
den Verlust von Tieren klagen, die angeblich von Wölfen gerissen
werden, sollen jetzt mehr als 20 Wölfe sterben.
    
    "Das Märchen vom bösen Wolf ist einfach nicht tot zu kriegen!"
kritisiert Roland Melisch, Artenschutz experte des WWF "Die Wölfe,
die jetzt sterben sollen, ernähren sich überwiegend durch die Jagd
auf Elche. Die Probleme der Schafzüchter werden durch den Tod dieser
Tiere nicht gelöst. Die Tötungs-Aktion ist kompletter Unsinn und
dient lediglich zur Beschwichtigung der Farmer."
    
    Schwedische und norwegische Wissenschaftler haben herausgefunden,
dass mindestens 500 Wölfe in Südskandinavien leben müssten, um das
Überleben der Art in dieser Gegend zu sichern. Die beabsichtigte
Tötung von 25 - 40 Prozent der derzeitigen Population könnte das Ende
der Wölfe in Skandinavien bedeuten.
    
    Die Region Osterdalen, in der die betroffenen Wölfe leben, ist die
einzige Region Europas, die  vier große Raubtiere gleichzeitig
beherbergt: Wolf, Luchs, Bär und Vielfraß leben hier von Elch,
Rehwild, Rotwild und Rentier. Das Gebiet gehört zu den am besten
geeigneten Lebensräume für Wölfe. Teile davon liegen im Rondane
National Park, einem der berühmtesten Schutzgebiete Norwegens.
    
    Noch ist die letzte Entscheidung zur Tötung der Tiere nicht
gefallen, aber die norwegische Regierung hat bereits eine halbe
Million DM zur Verfügung gestellt. Hubschrauber, Schneefahrzeuge und
speziell ausgebildete Jäger stehen schon zum Einsatz bereit.
    
ots Originaltext: WWF Deutschland
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Weitere Informationen:
Katrin Altmeyer, Pressestelle WWF Deutschland, 069 791 44-214
Roland Melisch, Referat Artenschutz/TRAFFIC WWF Deutschland, 069 791
44 180

Betacam-Bilder von Wölfen in Europa erhalten Sie von Jürgen
Matijevic, 069 791 44 152

Außerdem verbreiten REUTERS TV (0044 207 542 49 75) und APTN (0044
207 482 76 00) am Mittwoch den 11. Januar Bilder der Wölfe in
Norwegen

E-mails an die Norwegische Regierung können Sie auf der website von
WWF International verschicken: http://www.passport.panda.org

Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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