WWF World Wide Fund For Nature

"Augias-Stall" ausmisten
WWF sichert neuer Ministerin Unterstützung für künftige Reformen zu

Frankfurt a. M. (ots) - BSE ist nach Ansicht der Umweltstiftung WWF nur die "Spitze des Misthaufens". Es werde jetzt darum gehen, den "Augias-Stall" einer fehl geleiteten Agrarpolitik gründlich auszumisten. Der WWF gratulierte der neuen Ministerin zu ihrer Ernennung und forderte sie auf, Entschlossenheit und Stehvermögen bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben in Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu zeigen. Die Zusammenlegung von Landwirtschaft und Verbraucherschutz müsse Konsequenzen für eine neue Agrarpolitik haben. Hieran wolle sich der WWF konstruktiv beteiligen. "Renate Künast muß sich an die Spitze der Agrarreformer setzen. Es reicht nicht, die Köpfe auszutauschen. In den Köpfen muß sich auch etwas bewegen. Eine Verzahnung der Interessen von Verbrauchern mit dem Schutz von Umwelt und Natur und einer artgerechten Tierhaltung ist überfällig", unterstrich WWF Landwirtschaftsexperte Hilmar von Münchhausen. Der Ausbau der ökologischen Landwirtschaft müsse konsequent voran getrieben werden. Produktion, Verarbeitung und Vermarktung ökologischer Erzeugnisse seien gezielt zu fördern. Parallel gelte es, die konventionellen Bauernhöfe zu "begrünen". "Selbst wenn es gelingt, einen Boom beim Ökolandbau auszulösen, wird auch in Zukunft der Großteil unserer Lebensmittel konventionell produziert. Hier muß mehr passieren", betonte von Münchhausen. Das wichtigste Instrument sei die Umgestaltung der Subventionspolitik, also weniger Geld per Gießkanne und mehr gezielte Förderung von Umwelt und Arbeit in ländlichen Räumen. Der WWF fordert, die gesamte finanzielle Förderung an ökologische Leistungen und die Einhaltung von Mindeststandards in Umwelt-, Natur- und Tierschutz auszurichten. "Ernährung und Umwelt gehören zusammen. Produktion von gesunden Nahrungsmitteln in einer intakten Natur muß unser Ziel sein. Wir dürfen dabei die Landwirte nicht allein lassen, sondern müssen gemeinsam Wege für eine umweltschonende Landwirtschaft aufweisen", so von Münchhausen. Es sei die Aufgabe der Bauern, einwandfreie Lebensmittel zu produzieren. Zugleich müsse aber auch Handel und Industrie in die Pflicht genommen werden. Der WWF Experte bezeichnete es als große Chance, dass die Verbraucher endlich nachfragten , was sie eigentlich auf dem Teller haben. ots Originaltext: WWF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: Hilmar von Münchhausen WWF Deutschland Referat Landwirtschaft Tel.: 069 / 791 44 147 Jörn Ehlers Pressestelle WWF Deutschland Tel.: 0 69/7 91 44-1 45, Fax: -1 16 Der WWF Deutschland ist eine der nationalen Organisationen des WWF - World Wide Fund For Nature - in Gland (Schweiz). Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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