WWF World Wide Fund For Nature

BSE-Krise als Chance für die Landwirtschaft
WWF begrüßt "Sieben-Punkte-Plan" zur Agrarreform

    Frankfurt a. M. (ots) -  Der WWF begrüßt die jetzt bekannt
gewordenen Pläne zur Umgestaltung der Landwirtschaft. "Die Krise um
den  Rinderwahns scheint die Politiker endlich zur Vernunft zu
bringen, " kommentierte WWF Landwirtschaftsexperte Hilmar von
Münchhausen die Vorschläge. Insbesondere die Verknüpfung von
Agrarsubventionen an Einhaltung von Mindeststandards in Umwelt-,
Natur- und Tierschutz gehört zu den langjährigen Forderungen der
Naturschützer. Dies sei in der Agenda 2000 ohnehin als Option
vorgesehen. Deutschland habe diese Möglichkeit bislang nicht genutzt,
weil das Landwirtschaftsministerium auf der Bremse gestanden habe.
    
    Es bleibe zu hoffen, dass es bei dem von den Staatssekretären aus
Umwelt- und Landwirtschaftsministerium vorgelegten
"Sieben-Punkte-Programm" nicht bei guten Vorsätzen zum neuen Jahr
bleibe. Der Plan gehe nach Einschätzung des WWF genau in die richtige
Richtung. Die Naturschutzorganisation signalisierte Unterstützung bei
der Umsetzung zu.
    
    Ein Agrarreform sei überfällig. Es gelte, die gegenwärtige
BSE-Krise als Chance zu nutzen, um die verkrusteten Strukturen in der
Agrarpolitik aufzubrechen. "Die finanzielle Förderung mit der
Gießkanne muß aufhören", so Hilmar von Münchhausen. "Die
Agrarsubventionen sollten Schritt für Schritt auslaufen, um die frei
werdenden Mittel in die Förderung von Umwelt, Naturschutz und
Ökolandbau umzulenken." Der WWF fordert umweltschädliche Subventionen
wie die sogenannte Silomaisprämie  sofort zu stoppen. Dadurch werde
die naturgemäße Landwirtschaft, etwa die Verfütterung von Gras,
gestärkt.
    
ots Originaltext: WWF Deutschland
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Weitere Informationen:
Hilmar von Münchhausen,
WWF Deutschland, Referat Landwirtschaft,
Tel.: 0171 8515105

Jörn Ehlers,
Pressestelle WWF Deutschland,
Tel.: 0 69/7 91 44-1 45, Fax: -1 16

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