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Debakel beim Klimagipfel: Außer Spesen nichts gewesen
WWF verurteilt Egoismus von USA und Japan

Den Haag / Frankfurt am Main Die Delegationen aus 160 Ländern haben sich auf der internationalen Klimakonferenz in Den Haag nicht auf eine konkrete Reduzierung der Treibhausgase einigen können. Am Samstag ging die Konferenz ohne Ergebnis zu Ende. "Das Scheitern geht eindeutig auf das Konto der US-Amerikaner," betonte Regine Günther vom WWF. Die Verhandlungen hätten sich zu einem "Alptraum" entwickelt, weil die USA, Japan, Kanada und Australien versucht haben, Regelungen durchzusetzen, mit denen sie ihren Kohlendioxidausstoß nur auf dem Papier reduzieren würden. Der WWF hat vorgerechnet, dass die Umsetzung dieser Pläne in Wahrheit zu einem höheren Kohlendioxidausstoß führen würde. Die Europäische Union und die Staaten der Dritten Welt ernteten hingegen Lob, weil sie nicht bereit waren, sich auf die Aushöhlung des Kioto-Protokolls einzulassen. "Kein Ergebnis ist immer noch besser als die von den USA vorgeschlagenen Scheinreduktionen," so das Fazit von Regine Günther. Die Leiterin des Referats Klimaschutz beim WWF Deutschland ließ offen, ob eine weitere Verhandlungsrunde auf internationaler Ebene für die größte internationale Naturschutzorganisation noch Sinn macht. "Wir müssen jetzt neu nachdenken, ob ein Wiederbelebungsversuch im kommenden Jahr noch Aussicht auf Erfolg haben kann." Der WWF kündigte an, die Suche nach Verbündeten beim Klimaschutz fortzusetzen. Die progressiven Kräfte in Politik und Wirtschaft seien jetzt gefragt, umweltfreundliche Technologien voranzutreiben, die den Treibhausgas-Ausstoß vermindern. "Ökologisch und ökonomisch vernünftige Lösungen gibt es, man muss sie nur umsetzen. Wir haben noch immer die Chance, die globale Erwärmung zu verlangsamen, auch wenn das Scheitern des Gipfels ein schwerer Rückschlag ist," so Regine Günther abschließend. ots Originaltext: WWF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: Regine Günther, Referat Klimaschutz, WWF Deutschland Tel: 0170 476 56 64 Jörn Ehlers, Pressestelle WWF Deutschland Tel: 069 / 791 44 145 Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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