WWF World Wide Fund For Nature

Halbzeit beim Klimagipfel: Nächste Runde beim Klimapoker
WWF: Anspannung auf der Konferenz steigt

Den Haag / Frankfurt a. M. (ots) - Der WWF ist nach der ersten Woche der Klimaverhandlungen nach wie vor optimistisch, dass sich die beteiligten Länder auf eine Reduzierung der Treibhausgase einigen. In der kommenden Woche reisen rund 100 Minister an, und der Gipfel geht in seine entscheidende Phase. "Die Zeit des Taktierens ist vorbei. Jetzt müssen die Karten offen gelegt werden", forderte Regine Günther, Leiterin des Referats Klimaschutz beim WWF Deutschland. Insbesondere die USA müssen sich bewegen und ihre Blockade aufgeben. Der Versuch Japans und der USA, Atomkraftwerke als Klimaschutzmaßnahmen zu verkaufen, sei ein Etikettenschwindel. Das sei indiskutabel, so der WWF. Den Entwicklungsländern und der EU kommt in der nächsten Woche eine Schlüsselrolle zu. Sie wehren sich vehement gegen die Verrechnung von CO 2- Senken (z.B. Wälder), mit Industrieemissionen. "Es darf keinen Ausverkauf der Vereinbarungen von Kioto geben", so Regine Günther. Deshalb sei es wichtig, dass sich die EU nicht wackelt und sich nicht über den Tisch ziehen lasse. Obwohl die technischen Verhandlungen derzeit nur im Schneckentempo vorankommen, ist der WWF zuversichtlich. Die meisten Länder haben die Bedrohung durch den Klimawandel begriffen, es kommt nun darauf an , dass endlich Taten folgen. Währenddessen zeichnen sich bei den OPEC-Staaten erste Anzeichen von Panik ab. Die Delegation von Saudi Arabien drohte mit der Abreise aus Den Haag, wenn die Erdöl fördernden Länder nicht entschädigt würden. Falls die Industriestaaten ihre Klimaziele von Kioto erreichen, hätte das zwangsläufig einen verringerten Absatz von fossilen Energieträgern wie Öl und Kohle zur Folge. ots Originaltext: WWF Deutschland Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: Jörn Ehlers, Pressestelle WWF Deutschland, Tel.: 0 69 / 7 91 44-1 45, Fax: -1 16, Regine Günther, Katrin Altmeyer, WWF-Büro in Den Haag, Tel.: 0170 476 56 64 Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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