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UN Klimakonferenz in Cancún: Klima-Katzenjammer überwinden - WWF fordert EU auf, Klimaschutzziele für 2020 ambitionierter zu gestalten (mit Bild)

Mit 1000 schmelzenden Eisfiguren machte der WWF auf die Bedrohung durch den Klimawandel aufmerksam. Das Bild wurde von obs zum PR-Foto des Jahres gekürt. Das Thema hat an Aktualität nichts eingebüßt: Am Montag beginnt in Mexiko die nächste Verhandlungsrunde über den internationalen Klimaschutz. Foto: Merk/WWF Die Verwendung dieses ...

Berlin, Cancún (ots) - Ab morgen treffen sich im mexikanischen Cancún Vertreter von 193 Staaten, um auf der UN-Klimakonferenz ein globales Abkommen auf den Weg zu bringen. "Nach den mageren Ergebnissen der letzten Verhandlungsrunde ist es wichtig, dem Prozess wieder politisches Momentum einzuhauchen. Auch die EU steht hier in einer besonderen Verantwortung, dass der internationale Klimaschutz wieder Fahrt aufnimmt", unterstreicht Regine Günther vom WWF Deutschland. Sie fordert, die europäischen Klimaschutzziele bis 2020 von heute 20 Prozent auf mindestens 30 Prozent zu erhöhen.

Auf dem Klimagipfel in Mexiko werden die Delegationen aller Voraussicht nach keinen globalen Klimavertrag mit klaren Verpflichtungen schaffen. Der WWF weist darauf hin, dass die Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der politischen Handlungsbereitschaft selten so groß war wie jetzt. Während die Hochrechnungen und Szenarien der Klimawissenschaftler immer belastbarere Daten liefern, die zeigen dass das Ausmaß des Klimawandels noch immer unterschätzt wird, stagnieren die internationalen Verhandlungen "Nach Kopenhagen gab es keine wesentlichen Fortschritte. In Cancún muss zumindest der Fahrplan bis zur Klimakonferenz in Südafrika 2011 verabschiedet werden." betont Regine Günther.

Nur wenn in Südafrika ein Abkommen beschlossen wird, lässt sich vermeiden, dass nach dem auslaufenden Kyoto-Protokoll ein klimapolitisches Vakuum entsteht. In einzelnen Themengebieten wie einem globalen Klimafonds sind formale Einigungen möglich. Der WWF tritt dafür ein, dass bei der Ausgestaltung dieses Klimafonds die Themenfelder Emissionsminderungen, Anpassung, Vermeidung von Entwaldung (REDD) und Technologie eigene sogenannte "Finanzierungsfenster" bekommen. Um die Entwicklungsländer im ausreichenden Maße mit neuen zusätzlichen Finanzhilfen bei der Emissionsminderung und der Anpassung an den Klimawandel zu helfen, werden neue innovative Finanzierungsquellen benötigt. Die Mobilisierung zusätzlicher Mittel mit Hilfe innovativer Quellen müsse jetzt diskutiert und festgeschrieben werden.

Pressekontakt:

Regine Günther (ab 4.12. in Cancún), Leiterin Klimaschutz und
Energiepolitik, Mobil: 0151 188 54923; Barbara Lueg, Internationale
Klimapolitik, Tel.: 030 - 30 87 42 41; Jörn Ehlers, Pressestelle WWF
Deutschland, Tel.: 030 - 30 87 42 12



Ein WWF-Positionspapier zum Klimagipfel finden sie unter http://www.w
wf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/WWF%20Cancun%20Position%20Papier_Onlin
e.pdf

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