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Wal-Schlappe auf der IWC
WWF: Internationale Walfangkommission immer noch nicht handlungsfähig

Adelaide, Frankfurt (ots) - Die 52. Konferenz der Internationalen Walfang Kommission, IWC ging heute im australischen Adelaide ohne nennenswerte Ergebnisse zu Ende, kritisiert die Umweltstiftung WWF Deutschland. Zwar wurde das seit 1986 bestehende Moratorium für den kommerziellen Walfang bestätigt, aber die IWC hat keine Mittel gefunden, die Mitgliedsstaaten Japan und Norwegen zur Einhaltung zu bewegen. Seit der Verhängung des Fangverbots nutzen diese beiden Staaten Schlupflöcher der Konvention, um weiter Wale zu jagen, und sie haben sich auch dieses Jahr nicht von diesem Vorgehen abbringen lassen. Japan blieb bei seiner Ankündigung, in dieser Saison 540 Zwergwale zu erlegen und den sogenannten "wissenschaftlichen Walfang" auf die gefährdeten Pottwale und Brydes-Wale auszuweiten. "Das Vorhaben Japans geht deutlich zu weit. Die angeblich wissenschaftlichen Daten, die die Japaner liefern sind völlig wertlos, das bestätigt auch die IWC," so Volker Homes, vom WWF Deutschland. "Die Daten, die man wirklich bräuchte liegen nicht vor; so fehlen genaue Zahlen über die Bestände an Zwergwalen. Trotzdem töten japanischen Walfänger jedes Jahr mehr Zwergwale." Die IWC hat auch in diesem Jahr wieder eine Resolution verabschiedet, die die Japaner auffordert, den wissenschaftlichen Walfang einzustellen, die ist aber nicht bindend. Für eine Änderung der Konvention ist eine Dreiviertelmehrheit notwendig. Japan blockiert eine solche Mehrheit mit Hilfe gekaufter Stimmen einiger karibischer Inselstaaten. Auf diese Weise gelang es den Japanern in Adelaide auch, ein neues Walschutzgebiet im Südpazifik zu verhindern. Kompromissvorschläge und Lösungsansätze wurden vertagt, die Konferenz brachte nicht mehr als Lippenbekenntnisse für einen besseren Walschutz. "Die IWC hat sich auch bei dieser Konferenz als zahnloser Tiger erwiesen", bedauert Volker Homes. "Das ist tragisch, denn sie ist die einzige Organisation, die weltweit über Nutzung und Schutz der Wale entscheiden kann. Die IWC muss bald Profil entwickeln und Japan und Norwegen an die Kette legen, sonst haben die Wale keine Zukunft." ots Originaltext: WWF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: Katrin Altmeyer, Pressestelle WWF Tel: 069 / 79144 214 Volker Homes, Referat Artenschutz/TRAFFIC beim WWF Tel: 069 / 79144 183 am Freitag 0171 1454 272 Umfangreiches Hintergrundmaterial zu Walen und zur IWC Konferenz bekommen Sie von der Pressestelle oder im Internet unter http://www.wwf.de/c_aktiv/c_petitionen/c_wale.html Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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