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WWF: Keine Harpunen auf Moby Dick!
Japan will Jagd auf Pottwale wieder aufnehmen

- ACHTUNG SPERRFRIST: Sonntag, 2.7.2000 12:00 Uhr - Adelaide, Australien/ Frankfurt am Main (ots) - Zum Auftakt der 52. Konferenz der Internationalen Walfang Kommission (IWC) im australischen Adelaide, fordert der WWF die Japanische Regierung auf, ihre Pläne zur Ausweitung der Waljagd aufzugeben. Die Japaner haben angekündigt, in der nächsten Saison erstmalig zehn Pottwale und 50 Brydes-Wale, zusätzlich zu den schon vorgesehenen 540 Zwergwalen zu töten. Offiziell soll dies einem wissenschaftlichen Forschungsprogramm dienen, doch die Japanische Walfängerorganisation hat offen zugegeben, dass es bei der Jagd um den Erwerb von Walfleisch für den heimischen Markt geht. In einer Broschüre, die in Australien verteilt wurde, werben die Japanischen Walfänger um Verständnis für ihre Kultur und vergleichen den traditionellen Konsum von Walfleisch in Japan mit der australischen Vorliebe für Fleischpasteten. "Hier geht es nicht darum, ob wir die Japanische Kultur respektieren oder nicht," sagt Volker Homes, Walexperte beim WWF-Deutschland. "Es geht um das Überleben der Wale. Das können wir nur gewährleisten, wenn die Internationale Gemeinschaft zusammen arbeitet. Weder die Japaner, noch eine andere Nation hat das Recht, eigenmächtig über diese gefährdeten Tiere zu verfügen." Schon 1986 hat die IWC ein Moratorium für den gesamten kommerziellen Walfang verfügt, doch ein Schlupfloch erlaubt den Mitgliedsstaaten, Wale zu wissenschaftlichen Zwecken zu jagen. Japan missbraucht diese Regelung um kommerziellen Walfang zu betreiben, obwohl die IWC bestätigt, dass die japanischen Daten wissenschaftlich nicht nutzbar sind. Die IWC erlässt jährlich neue Resolutionen, die das Vorgehen Japans kritisieren, aber diese Resolutionen sind nicht rechtsverbindlich und bleiben folgenlos. Besonders scharf kritisieren viele IWC-Mitgliedsstaaten die Tatsache, dass die Japaner auch in der Antarktis jagen, einem Gebiet, das seit 1994 als absolutes Walschutzgebiet ausgewiesen ist. Seit Japan mit der "wissenschaftlichen" Waljagd begonnen hat, hat sich die Zahl der getöteten Wale ständig erhöht. 1987/88 waren es noch 300 Zwergwale, in diesem Jahr wollen die japanischen Waljäger inklusive der gefährdeten Pott- und Brydes-Wale 600 Tiere töten. Japan und seine Verbündeten werden bei dieser Konferenz außerdem versuchen, ein neues internationales Walschutzgebiet im Südpazifik zu verhindern. "Es ist Zeit, dass Japan aufhört, die IWC zu unterminieren und wieder mit der internationalen Gemeinschaft zusammen arbeitet, um eine Zukunft für die Wale zu garantieren," fordert Homes. ots Originaltext: WWF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: Katrin Altmeyer Pressestelle WWF Tel: 069 / 791 44 214 Volker Homes Referat Artenschutz/TRAFFIC beim WWF Tel: 069 / 79144 183 am Sonntag: 0171 1454 272 Umfangreiches Hintergrundmaterial zu Walen und zur IWC Konferenz bekommen Sie von der Pressestelle oder im Internet unter http://www.wwf.de/c_aktiv/c_petitionen/c_wale.html Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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