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Mehr Schutz für das Wattenmeer! Internationale WWF-Veranstaltung auf der EXPO 2000 über die Zukunft des Wattenmeeres

Hannover (ots) - Mehr Schutz für das Wattenmeer forderten heute Wissenschaftler, Politiker und Umweltschützer aus mehreren Ländern auf der Veranstaltung zum Thema: "Integriertes Management internationaler Gewässer: Erfahrungen und Herausforderungen im Wattenmeer und in anderen Regionen", die vom WWF auf der EXPO 2000 organisiert wurde im Rahmen der Veranstaltungsreihe Global Dialogue. Massive Umweltverschmutzung durch Schifffahrt und Industrie, Fischereien, die Bestände ruinieren und unkontrollierter Tourismus schädigen das Wattenmeer; es gibt zu wenige Gebiete, in denen sich die Natur ungestört entwickeln kann. Nur durch die Einschränkung dieser Nutzungen, ein einheitliches nachhaltiges Management und eine stärkere Beteiligung der in der Region lebenden Menschen kann der Schutz des Wattenmeeres verbessert werden, so das Fazit der WWF-Veranstaltung. Für die Natur im Wattenmeer ist es wichtig, dass es Gebiete gibt, die nutzungsfrei bleiben können. "Im hamburgischen und schleswig-holsteinischen Teil des Wattenmeeres gibt es solche Gebiete. Niedersachsen muss jetzt im Rahmen der Novellierung des Nationalparkgesetzes auch hier Gebiete einrichten, wo sich die Natur selbst überlassen bleibt", forderte Beatrice Claus vom WWF. "Die hohe Belastung des Wattenmeeres mit Schadstoffen durch Schifffahrt und Industrie wird immer noch nicht ausreichend erfasst und kontrolliert", kritisierte Dr. Karsten Reise vom Alfred Wegner Institut auf Sylt "Bei Ölkatastrophen sorgt sich jeder um verölte Vögel, aber wie viele Tonnen Öl jährlich in der Nordsee entsorgt und Tiere vergiftet werden, wird nicht untersucht!". Er forderte eine Überwachung der Schadstoffeinträge und die Verlagerung der Häfen in den Flussmündungen seewärts, um die negativen Effekte auf das Wattenmeer zu reduzieren. "Das Wattenmeer braucht strenge Regeln für die Fischerei. Das bedeutet nicht, dass für die Fischerei im Nationalpark kein Platz ist. Zusätzliche Maßnahmen wie geschützte Gebiete und eine unparteiische Beurteilung könnten aber erforderlich sein, um den hohen Schutzstandards in den Wattenmeernationalparken gerecht zu werden", sagte der niederländische Fischereiexperte Kees Lankester. Das Wattenmeer zieht jährlich Millionen von Touristen an, die auch in Zukunft an den Naturschönheiten des Wattenmeeres teilhaben wollen. Deshalb muss im Rahmen des Trilateralen Managementplans für das Wattenmeer ein nachhaltiges Tourismuskonzept entwickelt und umgesetzt werden. Dazu ist die Beteiligung der Betroffenen und in der Region lebenden Menschen entscheidend. ots Originaltext: WWF Umweltstiftung Deutschland Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Dr. Anja K. Possekel und Dr. M.W. Beate Ratter, Tel. 0171-7071198 Gabriele Kranz, Pressereferentin: Tel. 0171-3426928, ab Mittwoch: 0421-6584618 Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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