WWF World Wide Fund For Nature

Starker Rückenwind für den WWF
WWF-Jahresbericht: Umweltstiftung auf Erfolgskurs

Frankfurt a. M. (ots) - Die Umweltstiftung WWF Deutschland ist weiter auf Erfolgskurs. Über 25.000 neue Mitglieder und Förderer konnten 1999 für die Ziele des WWF gewonnen werden. Das entspricht einer Steigerung von knapp 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt kann die Organisation jetzt auf rund 225.000 private Unterstützer zählen. Mit den Mitgliederzahlen stiegen die Einnahmen: Die gesamten Erträge des WWF Deutschland betrugen 39 Millionen Mark. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von zwölf Prozent und ein Rekordergebnis in der 36-jährigen Geschichte der Umweltstiftung. "Die allgemeinen Verwaltungskosten wurden wie immer durch Erträge aus dem Stiftungsvermögen, Lizenzeinnahmen und besondere Zuwendungen finanziert. Damit konnte sicher gestellt werden, dass jede Spende zu 100 Prozent in den Naturschutz fließt", betonte Carl-Albrecht von Treuenfels, Präsident des WWF Deutschland bei der Vorstellung des Jahresberichtes. Nicht nur der Haushalt sei gestiegen, auch die Aufgaben seien weiter gewachsen. "Seit dem Aussterben der Dinosaurier zeigte die Lebenskurve unseres Planeten niemals so dramatisch nach unten. Nach Schätzungen führender Biologen sterben Tag für Tag rund 70 Tier- und Pflanzenarten aus," so von Treuenfels. Davon dürfe man sich jedoch nicht entmutigen lassen. Der WWF Deutschland war 1999 in insgesamt 31 internationalen und 35 nationalen Naturschutzprojekten aktiv. Besonderes Engagement galt einer weltweiten Kampagne für die Bewahrung der Wälder - mit ermutigendem Erfolg: Die Fläche der globalen Waldschutzgebiete konnte in drei Jahren auf acht Prozent verdoppelt werden. Besonders stolz ist der WWF auf die Anerkennung des Gebietes Lac Lobeke im Süden Kameruns als Nationalpark. Damit ist nach jahrelangen Bemühungen eine der artenreichsten Waldregionen der Erde seit Oktober dauerhaft geschützt. Neben dem Schutz von Wäldern setzte sich die Umweltstiftung für deren nachhaltige Bewirtschaftung ein. Gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen kämpfte der WWF für die internationale Anerkennung des Prüfzeichens des Forest Stewardship Councils (FSC). Weltweit sind inzwischen 16 Millionen Hektar Wald mit dem FSC-Siegel ausgezeichnet und dadurch vor Raubbau geschützt . Auch in Deutschland setzt sich das Siegel allmählich durch: Inzwischen werden hierzulande 100.000 Hektar Wald nach FSC-Kriterien bewirtschaftet. Zu den Erfolgen zählt auch die Erweiterung des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Mit der Novellierung des Nationalparkgesetzes wurde das Schutzgebiet um 60 Prozent auf 4.300 Quadratkilometer erweitert. Allerdings waren die Naturschützer 1999 nicht immer so erfolgreich. Es galt ebenso Rückschläge hinzunehmen. "Der Weiterbau des Emssperrwerks in Niedersachsen zeigt, das Bundes- und Landesregierungen immer noch Nachhilfe im Hauptfach Nachhaltigkeit benötigen," so WWF-Geschäftsführer Dr. Georg Schwede. "Hier werden nicht nur Naturflächen geopfert, sondern zugleich mehr als 350 Millionen Mark an Steuergeldern in der Ems versenkt." Dennoch zog Georg Schwede insgesamt eine positive Bilanz. Auch für die Zukunft habe man sich beim WWF einiges vorgenommen. In diesem Jahr stehen die ökologischen Schlüsselregionen, die sogenannten Global 200, im Mittelpunkt der Aktivitäten. Dabei geht es um den langfristigen Schutz der wichtigsten Lebensräume der Erde. "Wenn es gelingt, die 200 wichtigsten Öko-Regionen zu schützen, kann damit das Überleben von 90 Prozent der Arten gesichert werden," gibt WWF-Präsident von Treuenfels das ehrgeizige Ziel vor. Um Unterstützung für diese Initiative zu gewinnen, stellt die Umweltstiftung die Global 200 in den Mittelpunkt ihres EXPO-Auftrittes in Hannover. ots Originaltext: Umweltstiftung WWF Deutschland Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: Jörn Ehlers, Pressestelle, Tel.: 069 / 79144-145 oder www.wwf.de Der WWF-Jahresbericht kann im Internet heruntergeladen oder kostenlos über die WWF-Geschäftsstelle, Rebstöcker Str. 55, 60326 Frankfurt bezogen werden. Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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