WWF World Wide Fund For Nature

Ölteppich gefährdet Meeresvögel in der Nordsee
Ölaustritt aus dänischer Bohrinsel muss Konsequenzen haben

Husum (ots) - Der massiven Ölaustritt aus einer dänischen Förderplattform 300 km nordwestlich von Sylt bedroht Meeresvögel wie Baßtölpel, Trottellummen und Eissturmvögel in der Nordsee. "2000 Tonnen dünnflüssiges Öl treiben jetzt in der Nordsee und viele Tiere werden verölt und sterben", sagte Hans-Ulrich Rösner, Wattenmeerexperte des WWF. Der WWF fordert eine schnelle Beseitigung des Ölteppichs, eine genaue Untersuchung des Vorfalls und eine verbesserte deutsch-dänische Zusammenarbeit beim Schutz des Wattenmeeres. Der bereits am 7. Mai erfolgte Ölaustritt wurde offenbar durch die Betreiber vier Tage lang verschwiegen. Der WWF begrüßt daher die sofortige Reaktion des schleswig-holsteinischen Umweltministers Müller, der seinen dänischen Amtskollegen Svend Auken um persönlichen Einsatz für Verbesserungen bei den dänischen Ölförderanlagen bat. "Da muss aber noch mehr geschehen. Der genaue Ablauf des Unfalls muss gründlich untersucht werden und die deutsch-dänische Zusammenarbeit bei der Vorsorge und der Unfallbekämpfung auf See muss besser werden", sagte Hans-Ulrich Rösner. Der WWF erinnerte an den Fall "Pallas" der unter anderem durch Kommunikationsmängel zwischen Dänemark und Deutschland so folgenschwer wurde. Der WWF forderte Klaus Müller auf, sich baldmöglichst persönlich mit seinem dänischen Amtskollegen zu treffen und konkrete Maßnahmen zu vereinbaren. Dazu gehören ein schnellerer Informationsfluss und eine funktionierende Kooperation bei der Abwehr von Havarien und Verschmutzungen. Wichtig ist auch die Ausweisung der vor dem Wattenmeer gelegenen Nordsee als "Besonders Empfindliches Meeresgebiet". Nach einem gemeinsamen Vorschlag der Wattenmeerstaaten und einer Anerkennung durch die Internationale Schifffahrtsorganisation, würden dann schärfere Maßnahmen gegen die Meeresverschmutzung von Schiffen möglich sein. ots Originaltext: WWF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: WWF-Projektbüro Wattenmeer Dr. Hans-Ulrich Rösner, Tel. 04841-62073 oder 0171-7010383 Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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