WWF World Wide Fund For Nature

WWF: Verhaltener Jubel
Vertragsstaatenkonferenz zum Artenschutz (CITES): Überwiegend positive Signale durch Entscheidung bei Haien getrübt

Nairobi, Frankfurt am Main (ots) - Die Umweltorganisation WWF (World Wide Fund For Nature) würdigt die Ergebnisse der 11. CITES-Konferenz, die heute in Nairobi zu Ende geht, als wichtigen Fortschritt für den Artenschutz. Trotz gegenteiliger Anträge Japans und Norwegens bleibt der Handel mit Walfleisch verboten. Auch der Elfenbeinhandel bleibt weiter ausgesetzt. Einen besseren Schutz beschloss die Konferenz unter anderem für Moschustiere, Tibetantilopen, Scharnierschildkröten, Quastenflosser und für bedrohte Heilpflanzen, wie den Fernöstlichen Ginseng oder die Teufelskralle des südlichen Afrika. "CITES ist erwachsen geworden," sagt Roland Melisch, Leiter des Artenschutzprogramms beim WWF-Deutschland. "Nie zuvor waren die Verhandlungen so sachlich wie dieses Mal. Vor allem die afrikanischen Staaten haben den emotionsgeladenen Streit um den Elfenbeinhandel beigelegt und sich auf eine konstruktive und tragfähige Lösung verständigt." Enttäuscht zeigt sich der WWF darüber, dass man sich nicht auf einen besseren Schutz einiger Hai-Arten einigen konnte, und dass bei der Regulierung der Hochseefischerei keine Fortschritte erzielt wurden. Der Handel mit Meeresfischen aus bedrohten Beständen kann auch künftig nicht besser durch CITES kontrolliert werden. Das erschwert unter anderem den Schutz von Thunfischen, Schwertfisch und anderen stark genutzten Speisefischen, die in internationalen Gewässern gefangen werden. "Das ist besonders tragisch, denn Fische und Meeresprodukte machen den Löwenanteil am internationalen Handel mit wildlebenden Arten aus. Eine Lösung ist an der Blockadehaltung der Fischereinationen wie Japan, Island und Norwegen gescheitert, die mit Steinzeit-Argumenten alle Vorschläge vom Tisch gefegt haben", bedauert Melisch. Dennoch hat die Konferenz überwiegend positive Signale für den Artenschutz gegeben. Die Entscheidungen ob und unter welchen Bedingungen Produkte von Walen, Elefanten, Moschustieren, Karettschildkröten und Ginseng künftig international gehandelt werden dürfen, folgten weitgehend den Empfehlungen des WWF. Der WWF sieht seine Naturschutzpolitik dadurch bestätigt. "Die wichtigste Arbeit beginnt aber erst jetzt", weiß Melisch, "wenn es darum geht, die Beschlüsse umzusetzen. Eine Herausforderung für die Staaten Afrikas und Asiens ist zum Beispiel die Überwachung von Elefanten-Wilderei und illegalem Elfenbeinhandel." Der internationale Handel ist außerdem nicht die einzige Bedrohung für Tier- und Pflanzenarten. Auch lokaler und nationaler Handel und vor allem die Zerstörung der Lebensräume tragen zum Artensterben bei. Bei diesen Problemen kann das Washingtoner Artenschutzübereinkommen nicht greifen. Mit seinem Programm "Global 200" setzt sich der WWF daher weltweit für die Erhaltung der wichtigsten Lebensräume ein. ots Originaltext: WWF-Deutschland Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Infos im Internet unter http://www.wwf.de und beim WWF-Deutschland: Volker Homes, Referat Artenschutz, Tel.: 069 - 79144 183; an den Feiertagen 0171 - 1454272 Ulrike Bauer, Pressestelle, Tel.: 069 - 79144 145 Achtung Bildredaktionen und TV! Foto- und fernsehfähiges Material zu vielen Themen der Artenschutzkonferenz ist vorhanden. Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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