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Vertragsstaatenkonferenz zum Artenschutz (CITES): Delegierte beweisen gute Nase für Moschus

Nairobi, Frankfurt am Main (ots) - Bei der 11. Artenschutzkonferenz in Nairobi haben sich die Vertragsstaaten heute auf einen besseren Schutz des gefährdeten Moschustiers geeinigt. Die Umweltstiftung WWF-Deutschland wertet dies als Erfolg ihrer langjährigen Bemühungen um die Erhaltung der scheuen asiatischen Hirsche. "Seit vielen Jahren setzen wir uns für den Schutz des Moschustiers ein. Wir haben Studien veröffentlicht, mit Regierungen, Händlern und Konsumenten verhandelt und das Thema ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht", berichtet Volker Homes, Moschus-Experte beim WWF-Deutschland. "Wir sind sehr glücklich, dass diese Arbeit jetzt zum Erfolg geführt hat." Verbreitungsstaaten und die Staaten, die mit Moschus handeln, haben sich darauf geeinigt, künftig gemeinsam gegen Wilderei und illegalen Handel vorzugehen, die Moschustier-Bestände genauer zu erfassen und strenger zu schützen. Außerdem verpflichten sich die Beteiligten, Exportquoten für Moschus festzulegen, die die Bestände nicht gefährden. Auch über einen vorübergehenden Handelsstopp wird nachgedacht. "Dies ist der einzig richtige Weg, den Moschustieren zu helfen. Zunächst haben einige Staaten für ein absolutes Handelsverbot plädiert. Dies ist aber kein geeignetes Mittel, um den illegalen Handel zu stoppen. Wirkungsvoller ist ein internationales Überwachungssystem, das rechtlich aber nur dann möglich ist, wenn Handel erlaubt ist", erklärt Roland Melisch, Leiter des WWF-Artenschutzprogramms von der Konferenz in der kenianischen Hauptstadt. Die Delegierten folgten mit ihrer Entscheidung schließlich weitgehend der WWF-Empfehlung. Moschus, das Sekret aus der Drüse männlicher Moschustiere, wird zu 90 Prozent in der Traditionellen Ostasiatischen Medizin verwendet. Zehn Prozent des legal verkauften Moschus ging bisher an die französische Parfümindustrie. In Gesprächen mit dem WWF-Deutschland haben sich die großen Parfümhersteller bereit erklärt, in absehbarer Zeit auf die Verwendung von natürlichem Moschus zu verzichten. Der WWF fordert die Hersteller Guerlain, Rochas und Chanel jetzt dazu auf, dieses Versprechen auch einzulösen und darüber hinaus für den Schutz der Moschustiere aktiv zu werden. "Viele Jahre lang haben die Parfümhersteller mit Moschus Geld verdient und wissentlich oder auch unwissentlich zum Rückgang der Bestände beigetragen. Jetzt sollten sie die Gelegenheit ergreifen und Projekte zum Schutz der Tiere unterstützen", forderte Melisch am Montag in Nairobi. ots Originaltext: WWF Deutschland Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Infos im Internet unter http://www.wwf.de und beim WWF-Deutschland: Volker Homes, Referat Artenschutz, Tel.: 069 - 79144 183 oder 0171 -1454272 Ulrike Bauer, Pressestelle, Tel.: 069 - 79144 145 Achtung Bildredaktionen und TV! Foto- und fernsehfähiges Material zu vielen Themen der Artenschutzkonferenz ist vorhanden. Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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