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Klimagipfel (COP 14): WWF fordert Fundament für Klimaabkommen ab 2012

    Posen/Berlin (ots) - In den kommenden zwei Wochen treffen sich in polnischen Posen mehr als 5.000 Delegierte um ein neues Klimaabkommen Auf Grundlage des Kyoto-Protokolls auf den Weg zu bringen. Auch wenn der Vertrag erst im kommenden Jahr verabschiedet werden soll, warnt der WWF davor, die Bedeutung der Konferenz zu unterschätzen. "Es geht hier nicht nur um technische Details. In Posen müssen die Pflöcke eingeschlagen werden, damit 2009 auf der Folgekonferenz in Kopenhagen ein tragfähiges Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll verabschiedet werden kann", betont Regine Günther, Leiterin des Bereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland.

    Die Naturschutzorganisation drängt zur Eile. Man habe keine Zeit für taktisches Geplänkel. Der WWF fordert von den Industriestaaten eine Reduktion von Klimagasen von 25-40 Prozent bis 2020 gegenüber 1990. Bis 2050 müssten die Emissionen in diesen Ländern um 80-95 Prozent sinken. Aber auch die Schwellenländer müssten einen Beitrag leisten zur Bekämpfung der globalen Erwärmung. Die Frist für notwendige Maßnahmen, um die globale Erwärmung bis zur Mitte des Jahrhunderts auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, laufe rasant ab. Die Zwei-Grad-Grenze gilt als Schwelle, um die katastrophalen Folgen des Klimawandels halbwegs zu beherrschen.  Der WWF verweist auf aktuelle Forschungsergebnisse, die  zeigen, dass der Klimawandel weit härter und schneller zuschlage als bisher prognostiziert. Wissenschaftler halten ein völliges Abschmelzen des sommerlichen arktischen Packeises bis 2040 für möglich. Die Folgen für Europas Küstenregionen wären katastrophal. Szenarien, nach denen der Meeresspiegel weltweit um mehrere Meter steigen könnte, seien keine Science Fiction. Dies würde eine Bedrohung von mehreren zehn Millionen Menschen weltweit bedeuten.

    Der WWF weist drauf hin, dass zugleich die CO2-Speicherkapazität der Meere und Wälder sinke. Diese so genannten natürlichen Senken haben in den vergangenen 50 Jahren um fünf Prozent abgenommen. In derselben Zeit seien die CO2-Emissionen aber kontinuierlich gestiegen. Aus diesem Grund liege der Kohlendioxidanteil  in der Atmosphäre auf einem Rekordniveau von 383ppm. Das ist der höchste Wert seit mehreren Millionen Jahren. Der WWF drängt die Regierungen den UN-Klimagipfel in Posen  für eine unmittelbare Kursänderung zu nutzen und einen Weg aus der Krise einzuschlagen. Die Regierungen müssen sich auf Höchstwerte und die festzusetzende Senkung der globalen CO2-Emissionen bis 2020 einigen. Zudem müssen die Industriestaaten zusätzliche Investitionen für Klima schützende Maßnahmen in den Entwicklungsländern bereitstellen.

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