WWF World Wide Fund For Nature

Ausverkauf in der Apotheke Natur
Vertragsstaatenkonferenz zum Artenschutz (CITES): WWF apelliert an die Vertragsstaaten unscheinbare Arten nicht zu vergessen

Nairobi / Frankfurt a. M. (ots) - Seit gestern verhandeln rund 150 Staaten in Nairobi auf der 11. Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) über neue Regelungen zum Handel mit bedrohten Tieren und Pflanzen. Die Umweltstiftung WWF-Deutschland appelliert an die Teilnehmerstaaten nicht nur die großen Tiere im Blick zu haben, sondern sich auch für den Schutz der vielen weniger spektakulären Spezies einzusetzen. Bei der Konferenz in Nairobi geht es neben Elefanten und Walen auch um das gefährdete Moschustier und um Pflanzen wie Teufelskralle, Frühlings-Adonisröschen und Ginseng, die allesamt in der Medizin Verwendung finden. Mehr als zwei Drittel der ca. 30.000 Arten die das Washingtoner Artenschutzübereinkommen unter Schutz stellt, sind Pflanzen. Viele Heilpflanzen sind besonders stark bedroht, wie etwa der fernöstliche Ginseng, über dessen Aufnahme in CITES in den nächsten Tagen entschieden wird. Obgleich der größte Teil des Bedarfs an dieser "Allheilpflanze" durch künstlichen Anbau gedeckt werden kann, gibt es Kundenkreise, die der Wildpflanze nach wie vor eine höhere Heilwirkung zuschreiben und bereit sind dafür Spitzenpreise von bis zu 750.000 DM pro Kilogramm zu bezahlen. "Die heilende Wurzel könnte sehr bald ausgestorben sein, wenn dem Raubbau nicht sofort ein Riegel vorgeschoben wird", befürchtet Susanne Honnef, Expertin für Traditionelle Asiatische Medizin beim WWF-Deutschland. "Die wertvolle Apotheke der Natur, wird für unsere Kinder und Enkel geschlossen bleiben, wenn wir uns weiter so rücksichtslos daraus bedienen." Ziel müsse es sein, eine nachhaltige Nutzung dieser Arten zu gewährleisten und klare Regelungen für den Handel festzulegen. ots Originaltext: Umweltstiftung WWF-Deutschland Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Infos im Internet unter http://www.wwf.de und beim WWF-Deutschland: Susanne Honnef, Referat Artenschutz 0171 - 14 54 272 Volker Homes, Referat Artenschutz 069 - 79144 183 Ulrike Bauer, Pressestelle 069 - 79144 145 Achtung Bildredaktionen und TV! Foto- und Videomaterial zu vielen Themen der Artenschutzkonferenz ist vorhanden. Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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