WWF World Wide Fund For Nature

WWF-Kritik an ersten Waldzertifikaten in Baden-Württemberg und Thüringen: PEFC-Waldsiegel dokumentiert ökologischen Stillstand

    Frankfurt am Main (ots) - Die Vergabe der ersten deutschen
Zertifikate der Pan European Forest Certification (PEFC) für Wälder
in Baden-Württemberg und Thüringen stößt bei der Umweltstiftung
WWF-Deutschland auf heftige Kritik. Insbesondere die schwachen
ökologischen Kriterien und das Zertifizierungsverfahren sind
Hauptgründe für die Kritik.
    
    "Ein Zertifikat, das von jedem beliebigen Waldbesitzer per Post
bestellt werden kann und das inhaltlich nur den durchschnittlichen
Status Quo in einem kompletten Bundesland bescheinigt, erfüllt nicht
die Anforderungen der Verbraucher", kommentiert Nina Griesshammer,
Forstreferentin der Umweltstiftung WWF-Deutschland. "Und da bei PEFC
zum Beispiel weder Pestizideinsatz noch Kahlschläge verboten sind,
ist dies nicht einmal ein Ökosiegel light."
    
    Eine EMNID-Umfrage im Auftrag des WWF-Deutschland hatte im
Frühjahr 1999 ergeben, dass sowohl Verbraucher als auch Unternehmen
hohe Anforderungen an ein Siegel für umweltgerechte Waldwirtschaft
und dessen lückenlose Kontrolle bis zum Holzprodukt stellen. Der WWF
und alle anderen großen Umweltorganisationen in Deutschland
unterstützen daher gemeinsam das schon funktionierende, weltweit
gültige Zertifikat des Forest Stewardship Council (FSC), das nach
ihren Analysen die Verbraucherforderungen bereits heute erfüllt.
Weltweit sind bereits etwa 18 Millionen Hektar Wald nach FSC
zertifiziert. In Deutschland setzen Unternehmen wie die Baumarktkette
OBI, die Praktiker-Baumärkte, Neckermann und der Otto-Versand auf
Holzprodukte mit dem FSC-Siegel.
    
    
ots Originaltext: WWF
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Für Rückfragen:

Nina Griesshammer, Forstreferentin Umweltstiftung WWF-Deutschland,
Telefon 069/79144-194
Alois Vedder, Abt. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Telefon 069/79144-179

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